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Stade Reims
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Stade de Reims [], im deutschsprachigen Raum meist kurz Stade Reims, ist ein 1910 gegrĂŒndeter französischer FuĂballverein aus Reims, der 1931 seinen heutigen Namen erhielt. In Frankreich spielte seine MĂ€nnermannschaft nach dem Zweiten Weltkrieg fĂŒr gut anderthalb Jahrzehnte eine herausragende Rolle mit sechs Meistertiteln zwischen 1949 und 1962 sowie zwei Pokalsiegen (1950, 1958). In dieser Zeit galt der Klub aus der Champagne als AushĂ€ngeschild (Ă©quipe fanion oder Ă©quipe phare) des französischen FuĂballs, weil Stade de Reims eine attraktive, offensive Spielweise â auch im RĂŒckblick hĂ€ufig als âprickelnder Champagner-FuĂballâ (foot pĂ©tillant, football champagne) bezeichnetcite-ref-1[1] â pflegte und zahlreiche seiner Spieler das GerĂŒst der Nationalelf bildeten, die insbesondere mit ihrem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden fĂŒr einen ersten Höhepunkt des französischen FuĂballs sorgte. Zudem erreichte der Verein zweimal das Endspiel im Europapokal der Landesmeister (1956, 1959), was einem Klub aus Frankreich erst 1976 wieder gelang.
Der höchsten französischen Spielklasse hatte Stade Reims ab 1979 33 Jahre lang nicht mehr angehört, belegt in der âewigen Ligatabelleâ aber 2025 immer noch den 16. Rang.cite-ref-2[2] Auch Stades FrauenfuĂballerinnen trugen mit fĂŒnf Landesmeistertiteln zwischen 1975 und 1982 zum Renommee des Vereins bei. In der Saison 1991/92 ging er in Konkurs, seine MĂ€nnermannschaft musste nach NeugrĂŒndung in der sechsten Liga beginnen und stand sportlich nur noch selten landesweit in den Schlagzeilen. 2012, exakt ein halbes Jahrhundert nach dem Gewinn des letzten Meistertitels, kehrte der Klub fĂŒr vier Jahre in die Ligue 1 zurĂŒck, der er von 2018 bis 2025 erneut angehörte.
Contents
âą Geschichte
âą Vereinsstruktur
âą Fangruppierungen
âą FrauenfuĂball
âą Literatur
âą Weblinks
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Geschichte
Die AnfÀnge als Betriebssportverein
Der Klub ging aus der am 29. September 1910 offiziell eingetragenen SociĂ©tĂ© Sportive du Parc Pommery (SSPP), dem Betriebssportverein der Sektkellerei Pommery & Greno, hervor, in dem auch Wandern, Gymnastik, Rugby, Leichtathletik und Radsport betrieben wurden.cite-ref-3[3] Dies war der erste Verein seiner Art in der Region, und in ihm prĂ€sidierte, typisch fĂŒr den korporativen Sport,cite-ref-4[4] der Firmeninhaber Graf Marie Charles Jean Melchior de Polignac persönlich; die FuĂballabteilung leitete mit RenĂ© Humbert der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Unternehmens. Seine am FuĂballsport interessierten Mitglieder waren anfangs ausschlieĂlich Angestellte der Kellerei, bald aber auch BeschĂ€ftigte der Zulieferbetriebe, also Winzer, Böttcher und Fuhrleute.cite-ref-5[5] Pommery & Greno hatte schon um die Jahrhundertwende freiwillige sozialpolitische Einrichtungen wie eine betriebliche Rentenkasse und eine Krankenversicherung eingefĂŒhrt; 1909 legte es zudem am sĂŒdlichen Stadtrand den Parc Pommery (seit 2004: Parc de Champagne) als ErholungsgelĂ€nde fĂŒr seine Arbeiter an. 1913 wurden drei Hektar davon fĂŒr den Bau einer groĂen Turn- und Festhalle sowie die Anlage eines Sportfeldes unter freiem Himmel genutzt. Da vergleichbare stĂ€dtische FreizeitflĂ€chen zu dieser Zeit in Reims noch nicht existierten, öffnete Pommery seinen Park auch fĂŒr andere Sporttreibende. Die FuĂballer nahmen â in an das Unternehmensprodukt erinnernden goldfarbenen Trikots und grĂŒnen Hosen â schon vor dem Ersten Weltkrieg an den Meisterschaften des DĂ©partements Marne bzw. der Champagne und ab 1922 am Spielbetrieb der Ligue Nord-Est, die zusĂ€tzlich die Ăle-de-France und die Ardennenregion umfasste, teil.cite-ref-6[6] Der Verein warb in den 1920er Jahren auch um betriebsfremde FuĂballspieler, die er in Zeiten einer âUmgehung des Amateurstatutsâ (amateurisme marron) mit VergĂŒnstigungen wie dem Angebot eines Arbeitsplatzes, groĂzĂŒgiger Freizeitregelung oder direkter Zahlungen zum Vereinswechsel bewegen konnte.cite-ref-7[7]
Im Sommer 1929 stieg die SSPP in die Division dâHonneur, die höchste Spielklasse der Ligue Nord-Est, auf, in der allerdings andere Mannschaften, darunter der Lokalrivale Sporting Club RĂ©mois, dominierten. Dennoch zogen Freundschaftsspiele im Parc Pommery gegen renommierte Gegner bis zu 5.000 Zuschauer an, und auch im Ausland â so im April 1931 in Stuttgart und Frankfurt am Main â spielte sie in gut gefĂŒllten Stadien.cite-ref-8[8]
Von 1931 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs
Details zu den Meisterschaftsplatzierungen und dem Abschneiden in der Coupe de France seit 1931 siehe unter Ligazugehörigkeit und Platzierungen.
Angesichts der bevorstehenden EinfĂŒhrung einer landesweiten Liga beschloss die VereinsfĂŒhrung, die FuĂballsparte des Klubs auf den damit verbundenen Professionalismus vorzubereiten; dies erforderte unter anderem eine organisatorische Trennung vom Unternehmen und den anderen Abteilungen der SSPP. Am 18. Juni 1931 erfolgte die offizielle Registrierung als Stade de Reims, an dessen Spitze weiterhin RenĂ© Humbert stand; Orange und Schwarz (tango et noir) wurden die neuen Vereinsfarben.cite-ref-9[9] Der Vereinsname, der vom griechischen âStadionâ herrĂŒhrt, war dem Vorschlag Olympique de Reims vorgezogen worden. Das erste Spiel unter dem neuen Namen war ein 7:2-Sieg gegen den FC Reims am 23. August 1931 im Parc Pommery.cite-ref-10[10]
Das erste Mannschaftsaufgebot rekrutierte sich hauptsĂ€chlich aus Spielern, die auch schon bei der SSPP aktiv waren, darunter âder erste groĂe TorjĂ€ger in der Geschichte von Stade Reimsâ, Lucien PerpĂšre.cite-ref-11[11] AuĂerdem verpflichtete Stade mit den britischen Spielern David Lee und Crookes, dazu dem Schweizer Schnebeli sowie dem Ungarn Markusz seine ersten auslĂ€ndischen Profis, die allerdings in der Saison 1931/32 bei Punktspielen nicht aufgestellt werden durften, weil die Mannschaft weiterhin nur in der (Amateur-)Division dâHonneur antrat; mit David Harrison, zuvor unter anderem beim FC SĂšte erfolgreich, leistete Stade sich auch einen bezahlten Trainer.cite-ref-12[12] 1934 zogen die FuĂballer aus dem Parc Pommery in das neu errichtete, stĂ€dtische Stade VĂ©lodrome Municipal um. Zwölf Monate spĂ€ter hatten sie unter ihrem neuen Trainer William Aitken nicht nur den Aufstieg in die professionelle zweite Division geschafft, sondern wurden nach einem 2:1-Endspielsieg gegen Girondins Guyenne Sport aus Bordeaux auch französischer Amateurmeister. In dieser Zeit stieĂen mit TorhĂŒter AndrĂ© Tassin (ab 1935) und dem AuĂenlĂ€ufer Louis Finot (ab 1937) erstmals zwei französische Ex-Nationalspieler zu Reims' Mannschaft dazu.cite-ref-13[13]
In der Saison 1937/38 kamen zwei Persönlichkeiten zu dem Verein, die fĂŒr dessen zukĂŒnftigen sportlichen Aufstieg maĂgeblich mitverantwortlich waren: Henri Germain wurde Mitglied der Finanzkommission des Vorstands und der 18-jĂ€hrige StĂŒrmer Albert Batteux wechselte vom Ănergie Club RĂ©mois zum groĂen Nachbarn. Der Klub fusionierte 1938 mit dem Sporting Club RĂ©mois und ĂŒbernahm dessen Vereinsfarben Rot und WeiĂ; bis heute werden Stades Spieler auch kurz als RĂ©mois (âReimserâ) oder Rouges et Blancs (âRot-WeiĂeâ) bezeichnet. Ein Jahr spĂ€ter schloss Stade Reims die Zweitligasaison auf dem sechsten Rang ab, hatte es im Landespokal aber bis in die Runde der besten acht Mannschaften gebracht und dabei mit der AS Saint-Ătienne ein Spitzenteam der ersten Division aus dem Rennen geworfen. Zudem wurde die zweite Elf erneut französischer Amateurmeister.cite-ref-14[14]
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der französischen Mobilmachung konnte der Spielbetrieb vom Landesverband FFFA nicht in der bisherigen Form aufrechterhalten werden, sondern wurde in drei regionalen Gruppen ausgespielt. Da etliche Vereine sich wegen Spielermangels sogar ganz aus dem Wettbewerb zurĂŒckziehen mussten, wurde Stade Reims der Nordgruppe der Division 1 zugeteilt. Darin spielte es auch nach dem deutschen Einmarsch (1940) eine gute Rolle, wurde 1942 sogar Gruppenerster und erreichte im selben Jahr auch das Pokalendspiel der besetzten Zone, in dem es aber gegen Red Star Olympique unterlag. In der Saison 1943/44 durften in Frankreichs Profibereich nur Ăquipes FĂ©dĂ©rales (âBundesauswahlenâ) mit vom Staat bezahlten Vertragsspielern antreten (Genaueres zu den HintergrĂŒnden siehe hier). Unter dem sportlichen Leiter Henri Germain wurden Stades FuĂballer zusammen mit Kollegen aus Sedan-Torcy und Troyes der ĂF Reims-Champagne zugewiesen,cite-ref-15[15] die es im Pokal bis in das dann allerdings verlorene Landesfinale brachte. In der anschlieĂenden letzten Kriegsspielzeit â diese Meisterschaften gelten heutzutage nur als inoffizielle Wettbewerbe â vertraten die Spieler in der erneut zweigeteilten höchsten Liga wieder die jeweiligen Vereinsfarben und Stade wurde im Norden Vierter.
Auf politische Verwicklungen der VereinsfĂŒhrung mit der Besatzungsmacht oder dem kollaborierenden Vichy-Regime gibt die französische Literatur keine Hinweise. Der anscheinend einzige jĂŒdische Reimser Spieler in dieser Zeit, der nach dem âAnschlussâ 1938 aus Wien geflĂŒchtete Hakoahner Kurt Platzek, wurde 1939 â wie die meisten âfeindlichen AuslĂ€nderâ â im nahe gelegenen Mourmelon-le-Grand interniert, 1940 entlassen und lieĂ sich anschlieĂend im unbesetzten Landesteil nieder.cite-ref-16[16]
Aufstieg in Frankreich und Europa (1945 bis 1956)
AusgewĂ€hlte Mannschaftsaufstellungen zwischen 1944 und 1979 siehe unter Die âgroĂenâ Reimser Mannschaften.
Obwohl sportlich nicht dafĂŒr qualifiziert, fand Stade Reims 1945 âaufgrund seiner Gesamtleistungen wĂ€hrend der Kriegsjahreâ Aufnahme in die nun wieder eingleisige Division 1.cite-ref-17[17] Der Neuling setzte sich von Beginn an an der Tabellenspitze fest, schloss die einzelnen Spielzeiten in den ersten zehn Jahren kein einziges Mal schlechter als auf Rang vier ab, wurde 1947 Vize- und erstmals 1949 Landesmeister. 1950 konnten die Rot-WeiĂen nach einem 2:0-Endspielsieg ĂŒber Racing Paris auch die LandespokaltrophĂ€e erringen. Stades zweite Mannschaft gewann zudem 1948 erneut den französischen Titel bei den Amateuren. Aus diesem âUnterbauâ der ersten Elf konnte der anfangs noch als Spielertrainer fungierende Henri Roessler bei Bedarf Spieler zur ErgĂ€nzung des kleinen Kaders von BerufsfuĂballern â 1945/46 hatte Stade lediglich 14 Profis unter Vertrag nehmen dĂŒrfen â heranziehen. Diese kamen bis 1946 nahezu ausnahmslos aus der Region, anschlieĂend vereinzelt auch aus der Bretagne oder von sĂŒdfranzösischen Klubs (siehe die Tabelle am Ende dieses Kapitels und die Karte weiter unten). Mit dem niederlĂ€ndischen Nationalspieler Bram Appel wurde 1949 ein AuslĂ€nder verpflichtet; dies blieb aber die groĂe Ausnahme.
1950 verlieĂ Roessler den Verein; der Leiter der FuĂballabteilung, Henri Germain, und PrĂ€sident Victor Canardcite-ref-18[18] beförderten den gerade erst 31 Jahre alten StĂŒrmer Albert Batteux zu dessen Nachfolger. In dieser Funktion sollte Batteux maĂgeblich an der Weiterentwicklung des offensiven âChampagnerfuĂballsâ (jeu Ă la Champenoise) und an sĂ€mtlichen Erfolgen wĂ€hrend der nĂ€chsten 13 Jahre beteiligt sein. 1953 und 1955 gewannen die RĂ©mois ihren zweiten und dritten Titel als Meister der Division 1. In der folgenden Saison konzentrierte Stade Reims sich auf den erstmals ausgetragenen Europapokal der Landesmeister,cite-ref-19[19] in dem die Franzosen das Endspiel erreichten, und beendete die heimische Liga als Zehnter â von 1946 bis 1963 das einzige Jahr mit einer Platzierung unterhalb des vierten Ranges. 1954 gewann Reims zudem die Coupe Charles Drago, 1955 die erstmals ausgetragene Challenge des Champions, den französischen âSupercupâ.
In den Jahren vor der EinfĂŒhrung eines europaweiten Wettbewerbs spielten die Landesmeister von Frankreich, Italien, Portugal, und Spanien jĂ€hrlich die Coupe Latine aus. 1949 unterlag Stade Reims darin dem FC Barcelona mit 0:5 und dem AC Turin mit 3:5 deutlich. 1953 erreichte es nach einem 2:1-Sieg ĂŒber den FC Valencia das Endspiel, in dem der AC Mailand mit seinem legendĂ€ren âGre-No-Li-Sturmâ 3:0 besiegt wurde.cite-ref-20[20] 1955 â in diesem Jahr wurde das Turnier in Paris ausgetragen â stand Reims erneut im Finale und verlor es gegen Real Madrid 0:2. Das vorangehende Halbfinale gegen AC Mailand war allerdings von besonderer QualitĂ€t und ging als âMarathon-Spielâ in die Annalen ein; nach 90 Minuten stand es 1:1, nach 120 2:2. Es war bereits nach Mitternacht, die MĂ©tro fuhr nicht mehr, als ein Glovacki-Treffer die Entscheidung herbeifĂŒhrte â aber den Chronisten zufolge hatte keiner der 36.688 Zuschauer den Prinzenpark verlassen. Die Sportzeitung LâĂquipe konnte erst am ĂŒbernĂ€chsten Tag mit der Schlagzeile âEin Spiel von atemberaubender IntensitĂ€tâ aufmachen; zudem erwachte mit dieser Begegnung âdie Liebe des Pariser Publikums zu Stade de Reimsâ.cite-ref-21[21]
Knapp zwölf Monate spĂ€ter standen sich Reims und Madrid im selben Stadion erneut in einem europĂ€ischen Finale â diesmal um den Europapokal der Landesmeister â gegenĂŒber; wiederum boten die Mannschaften âein mitreiĂendes, dramatisches und absolut hochklassiges Spielâ,cite-ref-22[22] in dem Reims, trotz zwischenzeitlicher 2:0- beziehungsweise 3:2-FĂŒhrung, den Madrilenen erneut unterlag (Endstand 3:4).
Wichtige Spieler bis einschlieĂlich der Saison 1955/56
In der Literatur werden 26 oder 27 Spieler â Robert Lamartine passte ebenso gut zu Reims' spĂ€terer Erfolgsphase â zu den âfrĂŒhen Vereinslegendenâ gerechnet, die bis 1955 zum Verein gekommen sind. Ihnen ist gemeinsam, dass sie auĂer dem Gewinn eines oder mehrerer nationaler Titel bis Mitte der 1950er Jahre âŠ
âą zu Stades 35 Rekordspielern beziehungsweise den 15 RekordtorschĂŒtzen aller Zeiten gehören,
âą und/oder die Coupe Latine 1953 gewannen beziehungsweise im Europapokal-(EC1-)Endspiel 1956 standen,
âą und/oder in ihrer Reimser Zeit Nationalspieler waren.
Henri Roessler, der wie sein Nachfolger Albert Batteux in den ersten Jahren noch als Spielertrainer wirkte, wird diesem Kreis zugerechnet, weil er fĂŒr die ersten beiden Titel in Meisterschaft und Pokal verantwortlich war. Die einzige Ausnahme ist Jacques Favre, der als StammtorhĂŒter der Ligamannschaft (bis 1948) ânurâ 1944 im Pokalfinale stand sowie 1947 Vizemeister wurde. Der chilenische Nationalspieler Fernando Riera BauzĂ (14 ErstligaeinsĂ€tze in der Saison 1950/51) fĂ€llt hingegen heraus.
| Name | Vorheriger Verein | Bei SdR seit | Kam im Alter von ⊠Jahren | Position | Jahre bei SdR | Rang Ein- sÀtze | Rang Tor- jÀger | Weitere Leistungen und Erfolge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Robert Jonquet | SS Voltaire Paris | 1942 | 17 | LĂ€ufer | 18 | 1. | | Nationalelf; Coupe Latine; EC1-Finale |
| Albert Batteux | Ănergie Club Reims | 1937 | 18 | StĂŒrmer | 26 | 19. | | Nationalelf; Trainer 1950â1963 |
| Jacques Favre | unbekannt | 1939 | 18 | Torwart | 9 | | | 105 D1-Spiele |
| Raoul Giraudo | AS Aix | 1950 | 18 | Verteidiger | 9 | | | 102 D1-Spiele; EC1-Finale |
| Michel Leblond | eigene Jugend | 1949 | 18 | LĂ€ufer | 12 | 6. | | Nationalelf; EC1-Finale |
| Francis MĂ©ano | AS Aix | 1949 | 18 | StĂŒrmer | 4 | | 12. | Nationalelf; Coupe Latine; ( A-Jugend- Europameister 1949 ) |
| Pierre Flamion | ASC Mohon | 1944 | 19 | StĂŒrmer | 6 | 29. | 9. | Nationalelf |
| Raymond Kopa | SCO Angers | 1951 | 19 | StĂŒrmer | 13 (a) | 2. | 7. | Nationalelf; Coupe Latine; EC1-Finale |
| André Petitfils | OFC Charleville | 1939 | 19 | LÀufer | 12 | 20. | | |
| Robert Siatka | Olympique AlÚs | 1953 | 19 | LÀufer/ Verteidiger | 11 | 8. | | Nationalelf; EC1-Finale; MilitÀr- Weltmeister 1957 |
| RenĂ© Bliard | eigene Jugend | 1953 | 20 | StĂŒrmer | 8 | 32. | 6. | Nationalelf; EC1-Finale |
| Robert Lamartine | unbekannt | 1955 | 20 | StĂŒrmer | 4 | | | EC1-Finale (1959) |
| Roger Marche | OFC Charleville | 1944 | 20 | Verteidiger | 10 | 5. | | Nationalelf; Coupe Latine |
| Armand Penverne | unbekannt | 1947 | 20 | LĂ€ufer | 12 | 3. | | Nationalelf; Coupe Latine |
| Pierre Sinibaldi | AS Troyes-Savinienne | 1944 | 20 | StĂŒrmer | 9 | 15. | 2. | Nationalelf |
| Raymond Cicci | USB Longwy | 1951 | 21 | LĂ€ufer | 6 | 21. | | Nationalelf; Coupe Latine |
| Michel Hidalgo | Le Havre AC | 1954 | 21 | StĂŒrmer | 3 | | | EC1-Finale |
| René-Jean Jacquet | Girondins Bordeaux | 1954 | 21 | Torwart | 7 | | | EC1-Finale |
| Jean Templin | FC Villefranche | 1950 | 21 | StĂŒrmer | 6 | 26. | | Coupe Latine; EC1-Finale |
| Pierre Bini | AS Clermont-Ferrand | 1946 | 22 | StĂŒrmer | 5 | | 12. | |
| André Jacowski | Arago Sport Orléans | 1945 | 22 | Verteidiger | 8 | 14. | | Nationalelf |
| Simon Zimny | US NĆux-les-Mines | 1949 | 22 | Verteidiger | 9 | 11. | | Nationalelf; Coupe Latine; EC1-Finale |
| LĂ©on Glovacki | AS Troyes-Savinienne | 1952 | 24 | StĂŒrmer | 7 (a) | 13. | 9. | Nationalelf; Coupe Latine; EC1-Finale |
| Paul Sinibaldi | FC Toulouse | 1948 | 26 | Torwart | 8 | 9. | | Nationalelf; Coupe Latine |
| Bram Appel | Sittardse Boys | 1949 | 27 | StĂŒrmer | 5 | 27. | 5. | niederlĂ€ndischer Ex-Nationalspieler ; Coupe Latine |
| Jean Prouff | Stade Rennes UC | 1948 | 28 | StĂŒrmer | 2 | | | Nationalelf |
| Henri Roessler | AS Troyes-Savinienne | 1943 | 32 | LĂ€ufer | 7 | | | Trainer 1945â1950 |
Unterbrechung (Kopa 1956â1959, Glovacki 1957â1960) nicht mitgerechnet
Auf dem Zenit der Entwicklung (1956 bis 1963)
Am Anfang dieses Zeitabschnitts sorgte Stade Reims fĂŒr negative Schlagzeilen, als es im Februar 1957 das Pokal-Sechzehntelfinale gegen den Sporting Club Union dâEl Biar aus der algerischen Division dâHonneur 0:2 verlor â bis heute die meistzitierte Ăberraschung der ĂŒber hundertjĂ€hrigen Wettbewerbshistorie.cite-ref-23[23] Aber dies blieb eine Randnotiz in der Erfolgsgeschichte: 1958 wurde die Mannschaft erneut Meister, gewann zudem zum zweiten Mal die Coupe de France (im Endspiel 3:1 gegen Vizemeister Olympique NĂźmes) und somit als fĂŒnfter Verein im französischen ProfifuĂball den DoublĂ©.cite-ref-24[24] 1959 erreichte Reims wiederum das Endspiel im Europapokal, 1960 folgte der fĂŒnfte â Batteux' Meinung nach von der besten Mannschaft unter seiner Ăgide errungen (Spielerkader siehe hier) â und 1962 der sechste Meistertitel binnen 13 Jahren. Diesen letzten nationalen Erfolg erreichte Stade Reims in einem âHerzschlagfinaleâ und nur Ă€uĂerst knapp vor Racing Paris:cite-ref-25[25] Zuhause hatten die Rot-WeiĂen gegen die Hauptstadtelf mit 1:4 verloren, das RĂŒckspiel am 34. Spieltag aber 6:2 gewonnen; in ihrer jeweils letzten Begegnung der Saison besiegte Reims den RC Strasbourg mit 5:1, Paris gewann in Monaco nur 2:1. Dadurch zogen beide Mannschaften noch an Olympique NĂźmes (0:1 bei Stade Français) vorbei und schlossen die Spielzeit punktgleich an der Tabellenspitze ab, so dass das TorverhĂ€ltnis (83:60 gegenĂŒber 86:63 entsprechend 1,38 gegenĂŒber 1,37) den Ausschlag gab. HĂ€tte schon die in Frankreich 1964 eingefĂŒhrte Tordifferenz gegolten, wĂ€re Paris aufgrund der höheren Trefferzahl Meister geworden.cite-ref-26[26] Als ein Indiz fĂŒr die anhaltend groĂe PopularitĂ€t der RĂ©mois kann die Tatsache gelten, dass anschlieĂend der bekannte Musette-Akkordeonist Aimable eine EP mit dem Marche de lâĂquipe de Reims veröffentlichte, deren Cover ein Foto der Meistermannschaft zierte. Ein Jahr spĂ€ter schloss Stade die Saison als Vizemeister hinter der AS Monaco ab â und das PrĂ€sidium verkĂŒndete zur allgemeinen Ăberraschung, dass der Vertrag mit Erfolgstrainer Batteux nicht mehr verlĂ€ngert werde, was offiziell mit einem defizitĂ€ren Vereinshaushalt begrĂŒndet wurde.cite-ref-27[27]
Stade Reims vertrat Frankreich bei drei der fĂŒnf Austragungen des Europapokals der Landesmeister in diesem Zeitabschnitt. Im Endspiel 1958/59 traf die Mannschaft wiederum auf Real Madrid, aber auch im Stuttgarter Neckarstadion ging die TrophĂ€e nach einem 2:0-Sieg an die Spanier. 1960/61 schied Reims bereits im Achtelfinale gegen den FC Burnley aus und zwei Jahre spĂ€ter verabschiedeten sich die Franzosen im Viertelfinale gegen Feijenoord Rotterdam von der europĂ€ischen BĂŒhne.
Wichtige SpielerzugÀnge von 1956 bis 1962
Die Angaben in den Rang-Spalten der folgenden Tabelle beziehen sich auf die hier dargestellte, vereinsinterne Reihenfolge aller Reimser Erstligaspieler.
| Name | Vorheriger Verein | Bei SdR seit | Kam im Alter von ⊠Jahren | Position | Jahre bei SdR | Rang Ein- sÀtze | Rang Tor- jÀger | Weitere Leistungen und Erfolge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Claude Dubaële | eigene Jugend | 1957 | 17 | LÀufer | 7 | | | |
| Mohamed Maouche | AS Saint-EugĂšne (b) | 1956 | 20 | LĂ€ufer | 2,5 (c) | | | algerische âUnabhĂ€ngigkeitselfâ |
| Paul Sauvage | FC Limoges | 1960 | 21 | StĂŒrmer | 4 | | | Nationalelf |
| Bruno Rodzik | AS Giraumont | 1957 | 22 | Verteidiger | 7 | 11. | | Nationalelf; EC1-Finale 1959 |
| Just Fontaine | OGC Nizza | 1956 | 23 | StĂŒrmer | 6 | 33. | 1. | Nationalelf; EC1-Finale 1959 |
| Marcel Moreau | eigene Jugend | 1960 | 23 | LĂ€ufer | 6 | | | |
| Lucien Muller | FC Toulouse | 1959 | 24 | LĂ€ufer | 3 (d) | | | Nationalelf |
| Roger Piantoni | FC Nancy | 1957 | 25 | StĂŒrmer | 7 | 23. | 4. | Nationalelf; EC1-Finale 1959 |
| Jean Vincent | OSC Lille | 1956 | 25 | StĂŒrmer | 8 | 7. | 8. | Nationalelf; EC1-Finale 1959; ( A-Jugend-Europameister 1949 ) |
| Jean Wendling | FC Toulouse | 1959 | 25 | Verteidiger | 6 | 24. | | Nationalelf; ( MilitÀr-Weltmeister 1957 ) |
| Hassan Akesbi | Olympique NĂźmes | 1961 | 26 | StĂŒrmer | 3,5 | | 11. | marokkanischer Nationalspieler |
| Dominique Colonna | OGC Nizza | 1957 | 28 | Torwart | 6 | 18. | | Nationalelf; EC1-Finale 1959 |
| Raymond Kaelbel | Le Havre AC | 1962 | 30 | LÀufer | 2 | | | (französischer Ex-Nationalspieler) |
Saint-EugĂšne (heute: Bologhine) war â wie das gesamte nördliche Algerien â bis 1962 integraler Bestandteil Frankreichs
(Algérie française)
.
Unterbrechung wegen Maouches Zeit bei der
algerischen FLN-Elf
nicht mitgerechnet.
Muller kehrte 1968 fĂŒr zwei weitere Jahre als Spieler zu Stade zurĂŒck.
Trotz einer Vielzahl illustrer Spielernamen in den Reihen von Stade Reims, insbesondere Raymond Kopas, gilt MittellĂ€ufer Robert Jonquet (âMonsieur Bobâ) als Personifizierung der groĂen Zeit des Klubs.cite-ref-28[28] Bis auf den Meistertitel 1962 war er an sĂ€mtlichen Titeln der Profielf aktiv beteiligt, ist mit groĂem Abstand dessen Erstliga- und Rekordnationalspieler und stand auch als einziger in sĂ€mtlichen vier Pokalendspielen auf europĂ€ischer Ebene fĂŒr die RĂ©mois auf dem Platz. Von 1964 bis 1967 â dann abgelöst durch seinen ehemaligen Mitspieler Claude Prosdocimi â sowie 1980/81 kehrte er zudem als Trainer der Ligaelf in die Champagne zurĂŒck. In Reims wurde spĂ€ter eine TribĂŒne des neuen Stadions nach ihm benannt, und in dieser Stadt wohnte er in seinen letzten Jahren wieder.
Auch an andere Spielerpersönlichkeiten erinnern die französischen Medien bis in die Gegenwart regelmĂ€Ăig, beispielsweise an LinksauĂen Francis MĂ©ano und dessen tragischen frĂŒhen Tod,cite-ref-29[29] an den privat zurĂŒckhaltenden AuĂenlĂ€ufer Armand Penverne, der âĂŒber zehn Jahre der wahre Chef auf dem Rasenâ war,cite-ref-30[30] oder an Verteidiger Robert Siatka, den sie in Charakterisierung seiner Ausdauer und seines Laufstils âdas Pferdâ nannten.cite-ref-31[31] Gleichfalls immer wieder kolportiert wird die Geschichte Roger Marches, des âArdenner Wildschweinsâ (sanglier des Ardennes), der mit Genehmigung des Klubs zehn Jahre lang nur selten am Mannschaftstraining teilnahm und sich stattdessen mit WaldlĂ€ufen in der Umgebung seines Heimatdorfs alleine in Form hielt.cite-ref-32[32]
Der langsame Niedergang (1963 bis 1991)
Batteux-Nachfolger Camille Cottin, Anfang der 1940er schon einmal Trainer in Reims, konnte zwar weitgehend auf den Kader der Vorsaison zurĂŒckgreifen, im Lauf der Saison fehlten aber Kopa, Piantoni sowie die beiden Verteidiger Rodzik und Wendling teilweise lĂ€ngere Zeit. Noch vor Ende der Hinrunde wurde Cottin deshalb durch Jean Prouff ersetzt, der den Niedergang aber auch nicht abwenden konnte; im Sommer 1964 stand der Abstieg des vorjĂ€hrigen Vizemeisters fest, verbunden mit einem erheblichen personellen Aderlass. Lediglich Kopa, Akesbi, Wendling und Moreau standen dem neuen Trainer Robert Jonquet fĂŒr den Neuaufbau in Stades erster Zweitligasaison seit 1938/39 weiter zur VerfĂŒgung. 1966 gelang der neu formierten Elf der Wiederaufstieg, woraufhin Henri Germain das PrĂ€sidentenamt abgab, doch als Vorletzter folgte prompt der erneute Abstieg. Erst 1970 â und auch nur, weil der Verband die Division 1 aufstockte und anschlieĂend die sportlich als NachrĂŒcker qualifizierten AC Ajaccio und Olympique Avignon ĂŒberging âcite-ref-33[33] gehörte Stade Reims wieder zu den Erstligisten, und Germain kehrte an die Klubspitze zurĂŒck. Der gute Ruf des Vereins war ungebrochen: in einem zeitgenössischen Zeitungsbericht wurde Stades RĂŒckkehr in die erste Division als âRĂŒckgabe des schönsten AusstellungsstĂŒckes an das Museum des französischen FuĂballsâ bezeichnet.cite-ref-34[34]
Der Verein baute um Spieler wie Jean-Claude DâArmĂ©nia, RenĂ© Masclaux und Jean-François Jodar eine erstligataugliche Mannschaft auf, zu der wĂ€hrend der nĂ€chsten Jahre Nationalspieler wie Marcel Aubour, Georges Lech und Jacques Vergnes stieĂen. Dazu kamen eine Reihe von Argentiniern, von denen insbesondere die TorjĂ€ger Delio Onnis (1971â1973), Carlos Bianchi (1973â1977) und JosĂ© Santiago SantamarĂa (1974â1979) fĂŒr Furore sorgten. In der Liga schloss Stade Reims bis 1978 regelmĂ€Ăig im Tabellenmittelfeld ab â beste Platzierung war 1976 Rang fĂŒnf â, im Pokal stieĂ es zweimal (1972, 1974) bis ins Halbfinale und 1977 sogar bis ins Endspiel vor, das 1:2 gegen die AS Saint-Ătienne verloren ging. Im selben Jahr gelang der Sieg im allerdings relativ unbedeutenden Alpenpokal.cite-ref-35[35] Offenkundig hatte der Klub in diesen Jahren aber ĂŒber seine VerhĂ€ltnisse gelebt und entging im Dezember 1978 nur knapp einem Konkurs: es standen Schulden in Höhe von 4 Mio. Francs entsprechend rund 1,7 Mio. DM zu Buche. Infolgedessen kĂŒndigte Stade zwei Trainern (Flamion und DâArmĂ©nia) und sieben Spielern; durch GehaltskĂŒrzungen und Benefizaktionen anderer Vereine (FC Nantes, Paris Saint-Germain) sowie mehrerer Medienunternehmen (Motto: âStade Reims darf nicht sterben!â) konnte zwar die Vereinsauflösung, aber nicht der Abstieg in die Division 2 am Saisonende verhindert werden.cite-ref-36[36]
Von 1979 bis 1991 blieb Stade Reims zweitklassig, verpasste 1983 erst in den Barrages gegen Olympique NĂźmes den Wiederaufstieg, gewann 1991 sogar den Ligapokal â seinen bis heute letzten Titel â und wurde im selben Jahr aufgrund seiner defizitĂ€ren Situation dennoch in die dritte Liga zwangsversetzt.
Konkurs und Neubeginn (seit 1992)
Im Oktober 1991 verfĂŒgte ein Gericht angesichts eines Schuldenstandes von mehr als 50 Mio. FF den Konkurs und die Auflösung des Vereins;cite-ref-37[37] 1992 erfolgte seine NeugrĂŒndung als Stade de Reims Champagne; eingruppiert wurde die erste Mannschaft in der sechstklassigen Division dâHonneur, wo sie unter anderem auf den Lokalrivalen Entente Reims Sainte-Anne traf â und als der am Saisonende 1992/93 in die fĂŒnfte Liga aufstieg, war Stade drei Jahre lang sogar nur noch die Nummer 2 der Stadt.cite-ref-38[38] Die Weiterverwendung des nur geringfĂŒgig modifizierten Klubwappens mit der Champagnerflasche wurde aufgrund eines neuen Gesetzes (loi Ăvin gegen Nikotinsucht und Alkoholismus von 1991) untersagt.cite-ref-39[39] Im selben Jahr sah sich die VereinsfĂŒhrung gezwungen, Stades 494 EinzelstĂŒcke umfassende TrophĂ€ensammlung fĂŒr 700.000 FF an den Unternehmer Alain Afflelou zu verkaufen; dies rief Proteste im ganzen Land hervor, die 1997 zu einer Restitution der Sammlung an den Klub fĂŒhrten.cite-ref-40[40] Der sportliche Weg fĂŒhrte fĂŒr Stade, das 1999 wieder seinen alten Namen annahm, binnen eines Jahrzehnts aus der sechsten Division in den bezahlten FuĂball und die zweite Liga zurĂŒck. 1999 profitierte es dabei allerdings auch von einer Entscheidung des Landesverbandes, der der eigentlich qualifizierten GSI Pontivy den Aufstieg verweigerte.cite-ref-41[41] 2000/01 erregte Stade Reims erstmals wieder frankreichweites Aufsehen, als der seinerzeitige Drittligist im Landespokal bis in die Runde der besten acht Teams vorstieĂ und auf dem Weg dorthin drei höherklassige Mannschaften ausschaltete.cite-ref-42[42]
Seit 2002 besitzt der Verein wieder Profistatus, den er auch 2003/04 sowie 2009/10 beibehielt, als seine Ligamannschaft fĂŒr jeweils ein Jahr nur in der dritthöchsten Spielklasse antrat. Der 2008 abgeschlossene Neubau des Stade Auguste-Delaune bietet Platz fĂŒr höhere Ambitionen, die die Mannschaft â noch immer in den traditionsreichen roten Trikots mit weiĂen Ărmeln antretend â erst ab 2012 wieder zu erfĂŒllen vermochte. Immerhin zog sie im Dezember 2008 (Zweitliga-Punktspiel gegen Racing Lens als offizielle Stadioneinweihung) und im MĂ€rz 2011 (Pokalviertelfinale gegen OGC Nizza) aber schon zweimal fast 20.000 Zuschauer an, und auch zum fĂŒr den Saisonverlauf 2010/11 nicht einmal sonderlich bedeutsamen Lokalderby gegen CS Sedan kamen ĂŒber 17.000.cite-ref-43[43] Im Mai 2012 bezahlten 20.321 Besucher Eintritt anlĂ€sslich des Punktspiels gegen die AS Monaco,cite-ref-44[44] und auch fĂŒr das letzte Saisonspiel gegen Lens mit anschlieĂender Aufstiegsfeier mussten die KassenhĂ€uschen nicht mehr geöffnet werden.cite-ref-45[45] Stades RĂŒckkehr in die erste Liga fĂŒhrte in den Medien zu einer nahezu flĂ€chendeckenden WĂŒrdigung der Verdienste des Vereins; France Football beispielsweise veröffentlichte noch vor dem letzten Saisonspieltag einen vierseitigen Artikel mit der Ăberschrift âEs gibt mythische Klubs und andere, die das nicht sindâ.cite-ref-46[46] Die ersten beiden Erstligasaisons nach 33 Jahren schlossen die Rot-WeiĂen im Tabellenmittelfeld (RĂ€nge 14 beziehungsweise 11) ab. 2016 folgte der Abstieg in die Ligue 2, aus der Reims 2018 wieder in die höchste Spielklasse zurĂŒckkehrte. Und zu Beginn der Saison 2020/21 kehrten die Rot-WeiĂen sogar auf die europĂ€ische BĂŒhne zurĂŒck, scheiterten in der UEFA Europa League nach einem Sieg gegen Servette Genf aber bereits in der 3. Qualifikationsrunde am ungarischen FehĂ©rvĂĄr FC. Zugleich gab sich der Verein zu diesem Anlass ein neues Logo.
Der Mai 2025 allerdings war ein âschwarzer Monatâ fĂŒr den Klub. Zwar standen die Reimser MĂ€nner zum ersten Mal seit 48 Jahren wieder im Finale der Coupe de France, das sie dann freilich deutlich verloren. Aber nur eine Woche spĂ€ter unterlagen sie in der Relegation dem Zweitligisten FC Metz und stiegen ebenso aus der höchsten Spielklasse ab wie Anfang des Monats die Frauen des Vereins, nachdem diese am letzten Spieltag noch von Racing Strasbourg ĂŒberholt worden waren.
UnabhĂ€ngig von den Höhen und Tiefen der Reimser Klubgeschichte besteht eine besondere Beziehung zwischen den VereinsvorstĂ€nden von Stade und Real Madrid, seit die beiden Vereine in drei europĂ€ischen Pokalendspielen aufeinander trafen. Diese Ă€uĂert sich insbesondere darin, dass es, erstmals schon Mitte der 1950er, regelmĂ€Ăig zu Freundschaftsspielen zwischen den beiden Ligamannschaften kam. Diese Tradition wird, wenn auch nicht mehr jedes Jahr, bis in die Gegenwart aufrechterhalten.cite-ref-47[47] Zuletzt fand ein solches Spiel anlĂ€sslich des 60-jĂ€hrigen JubilĂ€ums des 1956er-Finales statt, im Beisein unter anderem von Raymond Kopa, Michel Hidalgo, Lucien Muller, Francisco Gento und Emilio Butragueño. Dabei unterlag der französische Zweitligist dem amtierenden Champions-League-Sieger, der nahezu sĂ€mtliche Stammspieler aufgeboten hatte, mit 3:5.cite-ref-48[48] Beteiligt an diesem engen Kontakt ist auch die sehr aktive Vereinigung der Ehemaligen (Les anciens du Stade de Reims), die jĂ€hrlich gut besuchte Treffen frĂŒherer Spieler organisiert und Benefizspiele austrĂ€gt.
Stade Reims heute
Vereinsstruktur
Der Gesamtverein unterhĂ€lt ausschlieĂlich eine FuĂballsparte und ist, wie in Frankreich ĂŒblich, nach Vereinsrecht (Association loi 1901 Ă statut renforcĂ©) organisiert. In diesen ist eine fĂŒr den Profibereich zustĂ€ndige Kapitalgesellschaft integriert â bei Stade Reims wurde dafĂŒr die Form einer SociĂ©tĂ© Anonyme Sportive Professionnelle (SASP) gewĂ€hlt, die in Frankreich am hĂ€ufigsten angewandte von mehreren Möglichkeiten â, die nur von den Anteilsinhabern, aber nicht von den Vereinsmitgliedern kontrolliert wird. Dabei tritt der âMuttervereinâ durch zeitlich beschrĂ€nkte, vertragliche Vereinbarung das Nutzungsrecht seiner Verbandsangehörigkeit (numĂ©ro dâaffiliation) an die Gesellschaft ab, der er als AktionĂ€r auch angehört. Die SASP, vertreten durch den hauptberuflichen Vorstand, ist Arbeitgeber der Spieler, des Trainer- und Betreuerstabes sowie der anderen Angestellten, etwa in der GeschĂ€ftsstelle und im Nachwuchs-Ausbildungszentrum, und relativ frei in ihren internen Angelegenheiten (GeschĂ€ftsfĂŒhrung, AnteilsverĂ€uĂerung usw.).cite-ref-49[49] Diese Konstruktion dient dazu, dass â Ă€hnlich wie in Deutschland â steuerliche Vorteile fĂŒr den Verein auch unter den gewerblichen Bedingungen des professionellen Sports erhalten bleiben.
Die Bilanz des Vereins fĂŒr die Saison 2008/09, an deren Ende Stade in die dritte Liga abstieg, wies bei Gesamteinnahmen vor Steuern in Höhe von 11,9 Mio. ⏠â woran Fernsehrechte und Zahlungen eigener bzw. der Ligasponsoren 62 % Anteil haben, Zuschauereinnahmen hingegen lediglich 15 % â ein Minus von 34.000 ⏠aus, allerdings auch 2,3 Mio. ⏠Schulden.cite-ref-50[50]
Als PrĂ€sident (PrĂ©sident-directeur gĂ©nĂ©ral, kurz PDG) steht seit 2004 der Transportunternehmer Jean-Pierre Caillot an der Spitze der SASP, dessen Firmacite-ref-51[51] neben dem Logistikunternehmen Geodis Calberson und dem Aufzugbauer Shanghai Sanei auch einer der Hauptsponsoren des Vereins ist,cite-ref-52[52] Vorsitzender des Gesamtvereins ist Didier Perrin.cite-ref-53[53] Die Ligamannschaft wurde ab 2017 von David Guion trainiert, der zuvor fĂŒnf Jahre Jugendtrainer bei Reims war und mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Elf gefĂŒhrt hat â mit dem Ergebnis, dass die RĂ©mois 2017/18 zwölf Spieltage vor Saisonende die Tabelle der Ligue 2 mit 14 Punkten Vorsprung anfĂŒhrtencite-ref-54[54] und in die Ligue 1 zurĂŒckkehrten. Aufgrund seines sechsten Platzes im Abschlussklassement der Ligue 1 2019/20 hat Stade zum ersten Mal seit 58 Jahren wieder die Teilnahme an einem europĂ€ischen Wettbewerb, den Qualifikationsrunden der UEFA Europa League 2020/21, erreicht. Dabei kam den RĂ©mois die âMithilfeâ des Paris Saint-Germain FC zugute, der das Triple aus Meisterschaft, Landes- und Ligapokal gewann und so verhinderte, dass ein schlechter platzierter französischer Erstligist dieses Ticket löste. 2025 erreichte der Verein nach 48 Jahren wieder ein Endspiel um die Coupe de France, fĂŒr das sich auch PSG qualifiziert hatte.
Die zweite (oder Reserve-) Mannschaft spielte auch 2019/20 in der vierten Liga (National 2), die A-Jugend-(U19-)Elf war 2012 wieder in die in vier Staffeln ausgetragene höchste Spielklasse aufgestiegen, hat 2014 das Endspiel um die Coupe Gambardella erreicht und 2015 den Landesmeistertitel gewonnen.
Im Juli 2014 hat der Verein sein neues Trainings- und Ausbildungszentrum, den âMittelpunkt des Vereinslebensâ in BĂ©theny, in Betrieb genommen, in dem sich auch die GeschĂ€ftsstelle befindet und das inzwischen offiziell nach Raymond Kopa benannt ist.cite-ref-4defis-55-0[55] Der Parc Pommery, der bis dahin noch als TrainingsgelĂ€nde und fĂŒr Spiele unterer Mannschaften genutzt worden war, ist damit endgĂŒltig Geschichte.
Anfang 2020 ist Stade eine zunĂ€chst fĂŒr drei Jahre vereinbarte Partnerschaft mit dem Klub La Gauloise aus der Stadt Basse-Terre auf Guadeloupe eingegangen, die insbesondere die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zum Gegenstand hat.cite-ref-56[56] Im selben Jahr hat der Verein sich auch ein neues Klubwappen gegeben.
Spielerkader in der Saison 2025/26
| Nr. | Name | Geburtstag | Im Verein seit | |
|---|---|---|---|---|
| Tor | Tor | Tor | Tor | Tor |
| 20 | Alexandre Olliero | 15. Februar 1996 | 2023 | |
| 29 | Ewen Jaouen | 29. Dezember 2005 | 2025 | |
| 94 | Guinea-a SoumaĂŻla Sylla | 15. MĂ€rz 2004 | 2025 | |
| Abwehr | Abwehr | Abwehr | Abwehr | Abwehr |
| 0 2 | Kenia Joseph Okumu | 26. Mai 1997 | 2023 | |
| 0 3 | Japan Hiroki Sekine | 11. August 2002 | 2025 | |
| 0 4 | Belgien Maxime Busi | 14. Oktober 1999 | 2025 | |
| 0 5 | Nicolas Pallois | 19. September 1987 | 2025 | |
| 18 | Spanien Sergio Akieme | 16. Dezember 1997 | 2024 | |
| 28 | ElfenbeinkĂŒste Elie N'Tamon | 22. April 2004 | 2025 | |
| 74 | Belgien Vincent Burlet | 23. September 2005 | 2025 | |
| 92 | Abdoul Koné | 22. April 2005 | 2024 | |
| Mittelfeld | Mittelfeld | Mittelfeld | Mittelfeld | Mittelfeld |
| 0 6 | Belgien Théo Leoni | 21. April 2000 | 2025 | |
| 0 8 | ElfenbeinkĂŒste Yaya Fofana | 12. Juni 2004 | 2024 | |
| 10 | Malta Teddy Teuma | 30. September 1993 | 2023 | |
| 24 | ElfenbeinkĂŒste Mory Gbane | 25. Dezember 2000 | 2025 | |
| 30 | Irland John Patrick | 24. September 2003 | 2025 | |
| 86 | ElfenbeinkĂŒste Patrick Zabi | 24. September 2006 | 2025 | |
| 87 | Mali Martial Tia | 20. November 2006 | 2025 | |
| Angriff | Angriff | Angriff | Angriff | Angriff |
| 0 9 | Danemark Mohamed Daramy | 7. Januar 2002 | 2023 | |
| 11 | Amine Salama | 18. Juli 2000 | 2025 | |
| 17 | Japan Keito Nakamura | 28. Juli 2000 | 2023 | |
| 27 | Gambia Adama Bojang | 28. Mai 2004 | 2025 | |
| 58 | Mali Thiemoko Diarra | 19. April 2003 | 2025 | |
| 73 | Irland Ike Orazi | 11. Juni 2007 | 2025 | |
| 85 | Nigeria Hafiz Umar Ibrahim | 20. Dezember 2005 | 2025 | |
Stand: 5. Januar 2026cite-ref-57[57]
Fangruppierungen
Bereits im Juli 1935 grĂŒndete eine Gruppe von AnhĂ€ngern den Fanclub Allez Reims !, der ursprĂŒnglich alle Sportvereine der Stadt unterstĂŒtzte.cite-ref-58[58] Er entwickelte sich allerdings schnell zu einem reinen Stade-Fanclub â ab Anfang 1937 nannte er sich offiziell Groupement des supporters du Stade de Reims â, organisierte ab 1935 gemeinsame AuswĂ€rtsfahrten, beschaffte preisreduzierte Eintrittskarten fĂŒr seine Mitglieder, stellte VerhaltensmaĂregeln fĂŒr Stadionbesucher auf, gab jĂ€hrlich einen Spielterminplan heraus und unterstĂŒtzte regelmĂ€Ăig die Jugendarbeit des Vereins, schon 1937 beispielsweise mit einem Betrag in Höhe von 1.310 Francs. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 327 Mitglieder.cite-ref-59[59] Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Allez Reims ! stark an, und im ganzen Land entstanden auswĂ€rtige Sektionen, selbst im seinerzeit noch französischen Nordafrika (zum Beispiel 1948 die Sektion Algier). Seit 1950 gab er bei Heimspielen eine Mitgliederzeitung heraus, die in ihren besten Zeiten eine Auflage von 50.000 Exemplaren hatte. Er organisierte BĂ€lle und andere gesellschaftliche Veranstaltungen, betreute auch die AnhĂ€nger von Gastmannschaften, bestritt FuĂballspiele gegen andere Fanclubs â regelmĂ€Ăig etwa gegen den Supporters Club Lensois âcite-ref-60[60] und vertrieb Fanartikel. In den 1960ern nahm seine Mitgliederzahl stark ab, ĂŒberschritt ab 1970 aber wieder die 2.000er-Marke; 1968 stammte ein Drittel der Mitglieder aus der Agglomeration Paris.cite-ref-61[61] Mitte der 1980er organisierte Allez Reims ! einen erfolgreichen Protest gegen die Absicht des Sponsors RTL, Stades traditionelles rot-weiĂes Trikot grundlegend umzugestalten.cite-ref-62[62]
GegenwĂ€rtig gibt es auĂerdem drei Gruppen von ĂŒberwiegend jĂŒngeren AnhĂ€ngern des Erstligisten, deren Ă€lteste die 1995 gegrĂŒndeten Ultrem (Ultras RĂ©mois) sind, die im Stade Auguste-Delaune auf der Tribune Robert Jonquet stehen und sich der UltrĂ -Bewegung zurechnen. Auf der Tribune Albert Batteux versammeln sich die Mitglieder des KOP Mythique RĂ©mois und des Reims Clan 1931.cite-ref-63[63] Bis in das 21. Jahrhundert hat sich eine gewisse Abneigung insbesondere gegenĂŒber den Fans aus Sedan erhalten, die auf der Konkurrenz um die sportliche Vorherrschaft in der Region beruht und aufgrund des Derbycharakters der Spiele zwischen den beiden Mannschaften von diesen auch erwidert wird.cite-ref-64[64]
Ursachen der 20-jÀhrigen Dominanz
Die Frage, wie es ab Mitte der 1940er Jahre zu Reims' Aufstieg und der bis dahin in Frankreich unbekannten langjĂ€hrigen sportlichen Vorherrschaft eines Vereins kommen konnte, wurde wiederholt aufgegriffen. Dabei waren die Ausgangsbedingungen fĂŒr diese âHeldengeschichteâ (LâĂpopĂ©e du Grand Reims) keineswegs optimal (unmittelbar vorangehende Besatzungszeit, âProvinzklubâ mit relativ geringem Zuschauerzuspruch).cite-ref-65[65] Es gab zudem auch starke Konkurrenten, die diese Rolle aber immer nur fĂŒr einen vergleichsweise kurzen Zeitabschnitt aufrechtzuerhalten vermochten: OSC Lille in den ersten fĂŒnf Nachkriegsjahren, OGC Nizza bis zur Mitte der 1950er, Racing Paris und Olympique NĂźmes in der zweiten HĂ€lfte dieses Jahrzehnts sowie AS Monaco ab 1960.cite-ref-66[66]
Personelle KontinuitÀt
Eine vollstĂ€ndige Ăbersicht aller Trainer und PrĂ€sidenten siehe hier.
FĂŒr die Chronisten PerpĂšre, Sinet und Tanguy beruhte âdas Geheimnis des auĂergewöhnlichen Erfolgs [âŠ] auf einer sehr klaren, zielorientierten Vereinspolitikâ und der langjĂ€hrigen personellen KontinuitĂ€t an den wesentlichen Schaltstellen, die LâĂquipe auf die Ăberschrift âGermain â Batteux â Kopaâ reduziert.cite-ref-67[67] Trainer Batteux hielt zwar am WM-System fest, entwickelte es seit 1950 jedoch zu einer Spielweise weiter, die gekennzeichnet war durch eine stets offensive Ausrichtung, prĂ€zises Kurzpassspiel (petit jeu), Tempowechsel, permanente Beweglichkeit aller Mannschaftsteile sowie als Basisvoraussetzung eine hoch entwickelte Fitness und Balltechnik der Spieler, die dennoch ihre individuellen StĂ€rken einbringen konnten und sollten.cite-ref-68[68] Typisch hierfĂŒr ist Batteux' Forderung an Raymond Kopa âWenn du nicht mehr dribbelst, setze ich dich auf die Bank. Deine Dribblings sind eine fĂŒrchterliche Waffe â sie sind dein wichtigster Trumpf und damit auch der der Mannschaft, der du dadurch FreirĂ€ume eröffnestâ.cite-ref-69[69] AuĂerdem fĂŒhrte er Trainingslager zur Saisonvorbereitung ein. Was im frĂŒhen 21. Jahrhundert wie eine SelbstverstĂ€ndlichkeit jedes Ăbungsleiters klingt, war in einer Zeit, in der die englische Spielweise mit soliden Abwehrrecken und offensivem Kick and Rush noch immer als Inbegriff des FuĂballs galt, ein absolutes Novum. David Goldblatt nennt Batteux darum âde[n] fĂŒhrende[n] junge[n] Trainer dieses Jahrzehntsâ.cite-ref-70[70] Batteux selbst hat seine Strategie in wenigen Worten zusammengefasst:cite-ref-71[71]
âUnser Stil darf weder auf GlĂŒck noch auf ZufĂ€lle vertrauen. Wir wollen das Spiel des Kontrahenten nicht einfach zerstören, sondern [bei dessen Verhinderung] bereits unser hauptsĂ€chliches Ziel im Auge haben: das gegnerische Tor, zu dem viele Wege fĂŒhren. [âŠ] Ballbeherrschung heiĂt Spielbeherrschung.â
Die WertschĂ€tzung fĂŒr Albert Batteux hat sich in Frankreich bis in die Gegenwart erhalten; im Jahr 2000 wurde er von den Lesern der LâĂquipe zum zweitbesten französischen Trainer des Jahrhunderts â hinter dem Weltmeistertrainer von 1998, AimĂ© Jacquet â gewĂ€hlt. Und die Redaktion von France Football hat ihn Mitte 2013 einmĂŒtig zum besten Vereinstrainer, der seit 1932 in der höchsten französischen Liga tĂ€tig war, erklĂ€rt.cite-ref-72[72]
In den frĂŒhen 1950ern war der Reimser Stil von Journalisten wiederholt als uneffizient kritisiert worden; so schrieb Gabriel Hanot von einem âKlein-Klein-Spiel wie die Ăsterreicherâ, das âzu nichts fĂŒhr[e]â. Als die Nachhaltigkeit dieser erfolgreichen Spielweise evident geworden war, mokierten sich gegnerische PrĂ€sidenten und Trainer stattdessen darĂŒber, dass Stade sich seine Mannschaften âzusammengekauftâ habe; dabei ĂŒbersahen sie, dass Batteux in Verein und Nationalelf selbst einen Vincent oder Fontaine weiterentwickelt und âdem französischen FuĂball 50 oder 60 Profis geschenktâ hat.cite-ref-73[73] Dass dies gelang, lag auch in Henri Germains Geschick, trotz permanent knapper Ressourcen mit den Angeboten konkurrierender Klubs mithalten zu können, und in der langzeitigen Verpflichtung der meisten Stammspieler begrĂŒndet. Deren mittlere Verweildauer bei Stade Reims betrug in der frĂŒhen Erfolgsphase achtdreiviertel, in der spĂ€teren noch fĂŒnfeinviertel Jahre (siehe die obigen Tabellen fĂŒr beide Zeitabschnitte).
Erfolgreiche Rekrutierung junger Talente
Details und Statistiken zu den bekanntesten Spielern siehe auch unter Spielerstatistiken.
In der FrĂŒhphase des Aufstiegs hat Stade Reims besonders viele junge Spieler â mehr als die HĂ€lfte von ihnen war noch nicht volljĂ€hrig (siehe obige Tabelle) â verpflichtet; dazu verfĂŒgte der Verein mit Pierre Perchat seit 1945, lange bevor dies in Frankreich ĂŒblich wurde, ĂŒber einen eigenen TalentspĂ€her.cite-ref-74[74] Perchat wurde insbesondere in den nördlich bzw. östlich angrenzenden Regionen fĂŒndig, und hĂ€ufig bei Amateurvereinen statt bei Ligakonkurrenten. Darunter waren etliche Söhne oder Enkel von Immigranten in die französischen Bergbaugebiete, hauptsĂ€chlich Polen (Jacowski, Zimny, Templin, Kopa[szewski], Glovacki, Siatka, etwas spĂ€ter noch Rodzik â wie bereits im Zweiten Weltkrieg Kowalczyk, Ruminski und Stachowiak), aber auch Italiener (Prosdocimi, Cicci, dazu 1957 Piantoni) und Spanier (Abenoza, Hidalgo). Bei diesen war der Wille, ĂŒber den sportlichen Erfolg den gesellschaftlichen Aufstieg zu erreichen, besonders stark ausgeprĂ€gt;cite-ref-75[75] Raymond Kopa beispielsweise hat das fĂŒr sich mit den Worten âWĂ€re ich ohne meine polnischen Wurzeln [âŠ] und in einer etwas wohlhabenderen Familie aufgewachsen, hĂ€tte ich nicht den unwiderstehlichen Drang verspĂŒrt, aus meinem Milieu auszubrechen, hĂ€tte es den Kopa [âŠ] von Stade Reims, Real Madrid und der französischen Nationalelf wahrscheinlich nicht gegebenâ erklĂ€rt.cite-ref-76[76] Den beiden Trainern dieser Epoche gelang es, viele von ihnen in die Ligamannschaft einzubauen. AuĂerdem konnten sie bei Bedarf auf Spieler aus der starken Amateurmannschaft zurĂŒckgreifen. Insbesondere Albert Batteux kĂŒmmerte sich um alle Aktiven intensiv, sportlich wie bei privaten Problemen; der 19-jĂ€hrige Kopa beispielsweise wohnte die ersten Wochen nach seiner Ankunft bei der Familie Batteux. Der Trainer vermittelte ihnen in unzĂ€hligen EinzelgesprĂ€chen seine Ideen, weswegen er hĂ€ufig als âPredigerâ (prĂ©dicateur) bezeichnet wurde, von den Spielern allerdings meist liebevoll BĂ©bert genannt und auch Jahrzehnte spĂ€ter hoch geachtet.cite-ref-77[77]
Ab 1956 holte der Verein im Vergleich zu den vorangehenden Jahren eher âgestandene Profisâ von Erstligakonkurrenten, darunter mit Fontaine, Akesbi und Abdallah Azhar auch mehrere, die im nordafrikanischen Kolonialgebiet Frankreichs geboren wurden. Aber auch diese empfanden sich zusammen mit den âAltenâ schon bald als âBande von Freundenâ (Roger Piantoni) beziehungsweise âverschworene Kameradschaftâ (Just Fontaine).cite-ref-78[78] Die Mannschaft konnte sich auch nach Mitte der 1950er Jahre harmonisch weiterentwickeln, weil es nicht zu starken personellen UmbrĂŒchen kam.cite-ref-79[79] Vielmehr verlieĂen langjĂ€hrige Spieler den Klub nur sukzessive: Cicci und Hidalgo 1957, Zimny 1958, Giraudo, Lamartine und Penverne 1959, Jonquet 1960, Bliard, Jacquet und Leblond 1961, Siatka sogar erst 1964. Dazu kehrten mit Kopa (1959 aus Madrid) und Glovacki (1960 aus Saint-Ătienne) noch zwei der frĂŒhen Reimser in die Champagne zurĂŒck.
In den Erstligajahren wĂ€hrend der 1970er setzte der ins PrĂ€sidentenamt zurĂŒckgekehrte Henri Germain insbesondere auf FuĂballer aus Argentinien, wobei ihm seine geschĂ€ftlichen Beziehungen nach SĂŒdamerika zugutekamen. SpĂ€ter ging mit Robert Pires noch einmal ein Nationalspieler aus der Jugend von Stade Reims hervor, der fĂŒr die Drittligamannschaft in der Saison vor dem Vereinskonkurs (1991/92) noch einige Punktspiele bestritt und dann zum FC Metz wechselte.
Soziale Absicherung der Spieler
Ungeachtet der Erfolge des Klubs und der vergleichsweise gut dotierten VertrĂ€gecite-ref-80[80] konnten auch bei Stade nur die wenigsten Spieler mit dem Sport ein Vermögen verdienen. Das monatliche Einkommen (Fixum plus PrĂ€mien) Armand Penvernes beispielsweise, immerhin Nationalspieler, belief sich 1949 auf 67.000 Francs (entsprechend 870 DM), stieg bis 1956 auf 173.000 und 1958, infolge des besonders erfolgreichen Saisonverlaufs, auf 272.000 Francs (â2.700 DM); das entsprach etwa dem Siebenfachen des Durchschnittsverdienstes eines Industriearbeiters.cite-ref-81[81] Trotz dieser Entwicklung nannte Hans Blickensdörfer den französischen Profi in den frĂŒhen 1960ern âein[en] arme[n] Vetter des deutschen Lizenzspielersâ.cite-ref-82[82] Auch der Abschluss individueller WerbevertrĂ€ge beschrĂ€nkte sich auf sehr wenige Aktive wie Raymond Kopa.cite-ref-83[83] Deshalb legte namentlich PrĂ€sident Germain groĂen Wert darauf, dass die FuĂballer sich schon wĂ€hrend ihrer aktiven Karriere oder unmittelbar nach deren Beendigung ein âzweites Standbeinâ fĂŒr die Zeit danach aufbauten, und unterstĂŒtzte sie dabei tatkrĂ€ftig.cite-ref-84[84] Dabei kam den RĂ©mois auch ihr persönlicher Bekanntheitsgrad und ihre PopularitĂ€t zugute, aber Henri Germains Rolle aufgrund seiner Beziehungen zu Unternehmen und regionalen Verwaltungsinstanzen ist nicht zu unterschĂ€tzen. Zwar hatte dies fĂŒr den Verein den positiven Nebeneffekt einer engeren Bindung seiner Angestellten, geschah aber dennoch nicht aus reinem Egoismus, weil die Klubs in dieser Hinsicht ohnehin am lĂ€ngeren Hebel saĂen. Denn bis Ende der 1960er Jahre bedeutete die Vertragsunterschrift eines Jungprofis, dass er vor seinem 35. Geburtstag den Verein nicht ohne dessen Zustimmung verlassen konnte.
Die meisten Spieler aus Stades âgroĂer Zeitâ nahmen nicht mehr die in Frankreich jahrzehntelang ĂŒbliche TĂ€tigkeit als Betreiber eines Bar-Tabac auf â von deren HĂ€ufigkeit her mit der in Deutschland verbreiteten Ăbernahme einer Tank- oder einer Lotto-Toto-Annahmestelle vergleichbar â, sondern engagierten sich bevorzugt in anderen Wirtschaftsbereichen. Dazu zĂ€hlten insbesondere die wachsenden Sportartikel- und Freizeitbranchen.cite-ref-85[85] Eine 1969 erfolgte Untersuchung der beruflichen TĂ€tigkeiten von 28 ehemaligen Reimser Stammspielern ergab, dass neun von ihnen am Ende beziehungsweise nach ihrer Karriere ihren Lebensunterhalt als Unternehmer oder leitende Angestellte in der Sportartikelbranche verdienten, sechs als Inhaber eines oder mehrerer EinzelhandelsgeschĂ€fte (Nahrungs-/Genussmittel, Fahrzeuge, HaushaltsgerĂ€te). Je fĂŒnf arbeiteten als professionelle FuĂballtrainer oder waren, selbstĂ€ndig oder in leitender Funktion, im Dienstleistungssektor â darunter zwei als Immobilienmakler â tĂ€tig. AuĂerdem wurden drei ehemalige Spieler Hoteliers, zwei Lehrer und lediglich noch einer Gastronom (Templin als âklassischerâ cafĂ©tier). Daneben hatten mehrere von ihnen, teilweise schon zu ihrer aktiven Zeit, Haus- und Grundbesitz erworben.cite-ref-86[86]
Umso mehr mag die Tatsache ĂŒberraschen, dass gerade Spieler dieses Vereins zu den frĂŒhen Aktivisten der 1961 gegrĂŒndeten französischen ProfifuĂballergewerkschaft gehörten; Fontaine und Hidalgo (bis 1969) waren sogar deren erste PrĂ€sidenten.cite-ref-87[87]
Internationale QualitĂ€t: Rot-WeiĂe bei den âBlauenâ
Details und Statistiken zu den Reimser Nationalspielern siehe unter Alle A-Nationalspieler fĂŒr Frankreich.
Der erste Spieler, der wĂ€hrend seiner Zeit bei Stade in die Nationalmannschaft (hĂ€ufig als les Bleus, also die Blauen bezeichnet) berufen wurde, war Jules Vandooren. Als er 1941 nach Reims kam, war er allerdings bereits Stammspieler der Ăquipe tricolore, und 1943 hatte er seine aktive Karriere beendet. Ab 1946 kamen mit Pierre Sinibaldi und Marche die ersten âNeu-Reimserâ zu A-LĂ€nderspielen, 1948 folgten Jonquet, Flamion, Batteux und Prouff, 1949/50, nach dem ersten Meistertitel, MĂ©ano und Paul Sinibaldi. Um den Jahreswechsel 1948/49 spielten gegen Belgien und die Niederlande bereits jeweils fĂŒnf Reimser in Frankreichs Elf. Diese Zahl wurde zwar erst 1952 wieder erreicht, aber es gab schon von November 1947 bis Mitte 1963 â mit zwei Ausnahmen 1953 und 1958 gegen sogenannte âleichte Gegnerâ â keine einzige internationale Begegnung ohne einen FuĂballer von Stade mehr. In den insgesamt 111 offiziellen LĂ€nderspielen der Saisons 1947/48 bis 1962/63 kamen bei 75 Partien jeweils mindestens drei RĂ©mois zum Einsatz, davon 21 Mal sogar fĂŒnf, vier Mal sechs und zwei Mal (1959/60) sieben.cite-ref-88[88] Sieben Spieler des gleichen Vereins im blauen Nationaldress gab es erst 1991 â dann von Olympique Marseille â wieder.cite-ref-89[89]
Dazu kam, dass Stades Vereinstrainer Albert Batteux ab MĂ€rz 1955 gleichzeitig als Trainer der A-Nationalmannschaft fungierte und diese bis Mai 1962 in 56 LĂ€nderspielen betreute. Bei der Weltmeisterschaft 1958 fĂŒhrte er sie auf den dritten Platz. Zu diesem bis dahin gröĂten internationalen Erfolg Frankreichs hatten mit Jonquet, Penverne, Fontaine, Piantoni und Vincent fĂŒnf Reimser als âKorsettâ der Mannschaft beigetragen, auĂerdem der zu dieser Zeit allerdings fĂŒr drei Jahre bei Real Madrid unter Vertrag stehende Kopa; mit TorhĂŒter Colonna stand ein sechster Spieler des DoublĂ©-Gewinners im französischen Aufgebot fĂŒr Schweden, aus dem zudem Bliard erst kurz vor Turnierbeginn aufgrund einer Verletzung hatte gestrichen werden mĂŒssen. Fontaines 13 Treffer machten ihn zum besten TorschĂŒtzen, Kopa wurde zum besten Spieler der WM-Endrunde gewĂ€hlt.cite-ref-90[90] Deshalb herrschte vor allem ab Mitte der 1950er Jahre die EinschĂ€tzung âDie französische Nationalelf ist Reims, jedenfalls beinaheâ vor.cite-ref-91[91]
Stades Mannschaft â ĂŒberall populĂ€rer als in Reims
Detaillierte Zuschauerzahlen wÀhrend der Erstligasaisons siehe unter Zuschauerzahlen bei Liga-Heimspielen.
Trotz der sportlichen Erfolge, der attraktiven Spielweise und einer stark zunehmenden Bevölkerungszahl der Stadt â zwischen 1946 und 1962 von rund 111.000 auf 134.000 Einwohner âcite-ref-92[92] gab der vergleichsweise geringe Zuschauerzuspruch in Reims selbst permanent Anlass zu kritischen Fragen.cite-ref-93[93] Bei Ligaheimspielen betrug der saisonale Besucherdurchschnitt mit einer einzigen Ausnahme (11.545 Zuschauer 1959/60, als die Elf in 38 Punktspielen 109 Treffer erzielte) stets nur zwischen 7.300 (1956/57) und 9.950 (1952/53). Nur vereinzelt fanden einmal mehr als 20.000 Menschen den Weg ins Stade Auguste-Delaune, das 1945 nach einem ermordeten WiderstandskĂ€mpfer umbenannt worden war. AuswĂ€rts hingegen waren die Rot-WeiĂen schon seit Ende der 1940er der Magnet, und das Spiel der eigenen Mannschaft gegen sie stellte auch an den Stadionkassen sehr hĂ€ufig den Saisonhöhepunkt dar. In den gegnerischen Stadien lag die mittlere Zuschauerzahl stets um mehrere Tausend ĂŒber dem Heimdurchschnitt und erreichte beispielsweise 1956/57 mit fast 21.000 mehr als das Doppelte.cite-ref-94[94] Eine konkludente ErklĂ€rung fĂŒr diese Diskrepanz findet sich in der Literatur nicht; die Konkurrenz um die Publikumsgunst mit dem damals dominierenden Radsport bestand nicht nur in Reims mit seiner besonders rekordgeeigneten Radrennbahn, sondern auch in den anderen französischen StĂ€dten. Zwar war der geringe heimische Zuschauerzuspruch nicht in erster Linie ein finanzielles Problem, denn in Frankreich war bei Punkt- und Pokalspielen Einnahmeteilung ĂŒblich â in der Division 1 (bis 1962) im VerhĂ€ltnis 60:40 zugunsten des Heimvereins, in der Coupe de France (bis 1968) hĂ€lftig. Aber nachdem beispielsweise im Mai 1955 nur 10.043 Besucher das letzte Saisonheimspiel des neuen Landesmeisters gegen OGC Nizza sehen wollten, formulierte die Reimser Tageszeitung LâUnion vorwurfsvoll âDas Reimser Publikum verdient Frankreichs beste Mannschaft nichtâ.cite-ref-95[95] Die PCF-nahe Sportzeitung Miroir-Sprint charakterisierte die AtmosphĂ€re auf den StadionrĂ€ngen mit der Aussage, dort seien regelmĂ€Ăig die âkritischsten und am wenigsten aus sich herausgehenden Zuschauer ganz Frankreichsâ anwesend.cite-ref-96[96]
Das scheint sich auch Jahrzehnte spĂ€ter kaum geĂ€ndert zu haben. Denn selbst kurz vor Ende der Saison 2017/18, als die Mannschaft rechnerisch schon frĂŒhzeitig als Zweitligameister feststand und dennoch nur einen Zuschauerschnitt von rund 9.000 aufwies, Ă€uĂerten langjĂ€hrige AnhĂ€nger der Rot-WeiĂen: âReims ist nie eine FuĂballstadt gewesenâ; die âBewohner sind extrem anspruchsvoll, sie messen die heutigen Leistungen nur an den vergangenen Erfolgenâ.cite-ref-4defis-55-1[55]
Als bei Stades erstem Auftritt im neu geschaffenen Europapokal der Landesmeister gegen Aarhus GF (Herbst 1955) nicht einmal 9.000 Zuschauer eine Eintrittskarte lösten,cite-ref-97[97] beschloss PrĂ€sident Germain, zukĂŒnftig bei Heimspielen in diesem Wettbewerb in den rund 150 km entfernten Pariser Parc des Princes umzuziehen. Die Rechnung ging auf, weil sich das Hauptstadtpublikum anlĂ€sslich des âMarathonspielsâ gegen den AC Mailand in der Coupe Latine 1955 âin Stade Reims verliebtâ hatte.cite-ref-98[98] Vörös LobogĂł Budapest zog dort im Dezember 1955 ĂŒber 36.000 Besucher an und auch spĂ€ter rechtfertigte âStades zweite Heimatâ regelmĂ€Ăig diese Entscheidung, nahezu unabhĂ€ngig von der AttraktivitĂ€t des jeweiligen Gegners; beispielsweise kamen im Februar 1959 gut 32.000 gegen Standard LĂŒttich und im November 1962 fast 37.000 gegen Austria Wien.cite-ref-99[99]
Auch bei den von Reims veranstalteten, in Zeiten einer geringen Verbreitung von Fernsehapparaten und auĂerordentlich seltener DirektĂŒbertragungen sehr beliebten Freundschaftsbegegnungen gegen renommierte Mannschaften aus Europa oder SĂŒdamerika frequentierten die FuĂballinteressierten den Prinzenpark regelmĂ€Ăig in groĂer Zahl. Diese Einnahmen halfen den RĂ©mois merklich dabei, ihren namhaften Spielerkader unterhalten zu können. Ebenso zog der Name Stade Reims bei den zahlreichen Tourneen, bei denen die Mannschaft auf allen Kontinenten Spiele austrug, regelmĂ€Ăig hohe fĂŒnfstellige Besucherzahlen an, selbst in einer âfuĂballerischen Diasporaâ wie Indonesien (Sommer 1956).cite-ref-100[100] Auch diese Reisen waren fĂŒr die Deckung des Vereinsbudgets unabdingbar.cite-ref-101[101] Zugleich versuchte der Verein aber auch, in der Nachbarschaft fĂŒr sich zu werben; noch Mitte der 1950er trug er unter der Woche in der Champagne immer wieder Spiele bei unterklassigen Gegnern aus.cite-ref-102[102]
Am 29. Dezember 1957 verfolgten geschĂ€tzt 700.000 Fernsehzuschauer im ganzen Land das Punktspiel gegen den FC Metz; dies war die erste LiveĂŒbertragung eines Ligaspiels in Frankreich. Gastgeber Stade Reims erhielt dafĂŒr von TF1 aber lediglich eine Ausgleichszahlung, die nicht viel mehr als die Differenz zwischen den Zuschauereinnahmen und den durchschnittlichen Einnahmen der vorangegangenen Heimspiele kompensierte.cite-ref-103[103] Erst mit Stades RĂŒckkehr in die Division 1 (1970) honorierten die Reimser Zuschauer die Leistungen ihrer Mannschaft stĂ€rker: sechs Jahre lang lag die mittlere Besucherzahl stets ĂŒber 10.000 und ĂŒbertraf auch diejenige bei AuswĂ€rtsspielen.cite-ref-104[104] Dies Ă€nderte sich erst wĂ€hrend der letzten drei Erstligasaisons (1976 bis 1979) wieder.
Ligazugehörigkeit und Erfolge
Details zu den einzelnen Spielzeiten seit 1931 siehe unter Ligazugehörigkeit und Platzierungen.
Erstklassig (Division 1, seit 2002 Ligue 1 genannt) spielten die RĂ©mois 1939â1943, 1944â1964, 1966/67, 1970â1979, 2012â2016 und 2018â2025.
⹠Französischer Supercupgewinner: 1955, 1958, 1960, 1964
⹠Französischer Ligapokalsieger: 1991
âą Gewinner der Coupe Drago: 1954
âą Coupe Latine: Sieger 1953 (und Finalist 1955)
âą Gewinner des Alpenpokals: 1977
⹠Französischer Amateurmeister: 1935, 1939, 1948
FrauenfuĂball
Die AnfÀnge: Nummer eins in Frankreich
Reims entwickelte sich schon unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zu einem der Zentren des von den französischen FuĂballverbĂ€nden FFF und seiner VorgĂ€nger USFSA beziehungsweise CFI damals bekĂ€mpften FrauenfuĂballs. Die Frauen von Les Sportives de Reims schlossen sich deshalb der FĂ©dĂ©ration des SociĂ©tĂ©s FĂ©minines Sportives de France (FSFSF) an und waren 1921 die ersten nicht in Paris beheimateten FuĂballerinnen, die ein Endspiel um die Landesmeisterschaft erreichten, in dem sie â wie auch 1922 und 1923 â den Hauptstadtklubs En Avant beziehungsweise FĂ©mina Sport unterlagen.cite-ref-105[105] Dieses frĂŒhe Kapitel des organisierten FrauenfuĂballs fand allerdings um 1930 sein Ende.
Mitte der 1960er Jahre erlebte der FrauenfuĂball auch in Frankreich eine Renaissance, die im MĂ€rz 1970 in seine Legalisierung durch die FFF mĂŒndete.cite-ref-106[106] Reims war nicht die erste, geschweige denn die einzige Stadt Frankreichs, in der Frauen wieder Spiele austrugen; dennoch gilt sie als GeburtsstĂ€tte und âHauptstadt der zweiten Welle des FrauenfuĂballsâ.cite-ref-107[107] Dort fand nach fast vier Jahrzehnten 1968 wieder ein Spiel zweier Frauschaften statt, die anschlieĂend den Football Club FĂ©minin de Reims grĂŒndeten; dieser griff um den Jahreswechsel 1969/1970 den Vorschlag auf, eine autonome Abteilung von Stade Reims zu bilden.cite-ref-108[108] Diese Autonomie beinhaltete allerdings auch, dass die FuĂballerinnen â Ende 1982 umfasste die Abteilung einschlieĂlich zweier Jugendteams 47 Aktive, die regelmĂ€Ăig zweimal pro Woche unter Jean-Jacques Souef (Chefcoach) und GĂ©rard Richomme trainierten â keinerlei finanzielle UnterstĂŒtzung des Gesamtvereins erhielten, sondern auf die eigenen, bescheidenen Einnahmen angewiesen waren.cite-ref-109[109]
Von November 1969 bis September 1975 haben Stades Frauen in 260 Spielen lediglich 21 Niederlagen kassiert, diese sĂ€mtlich auĂerhalb Frankreichs.cite-ref-gregbout157-110-0[110] Sie waren auch in den ab 1974/75 ausgetragenen Landesmeisterschaften fĂŒhrend, errangen binnen acht Jahren fĂŒnf nationale Titel â nĂ€mlich 1975, 1976, 1977, 1980 und 1982 â und standen 1978, 1979 sowie 1981 im Endspiel, das sie jeweils gegen ihren groĂen nordfranzösischen Konkurrenten, die AS ĂtrĆungt, verloren.cite-ref-111[111] Sie bestritten vor oft fĂŒnfstelliger Zuschauerzahl Freundschaftsspiele auf allen Kontinenten und gewannen mehrere internationale Turniere, so in New York (1970), Bandung (1972), Port-au-Prince (1974, 1978) und bei der inoffiziellen Vereinsweltmeisterschaft in Taipeh (1978).cite-ref-112[112]
Mit Pierre Geoffroy, zugleich Trainer der erfolgreichen Elfen, leitete ein Mitglied des Vereins die erste FrauenfuĂballkommission des Landesverbandes.cite-ref-113[113] Ăhnlich den MĂ€nnern stellten auch die Frauen des Vereins phasenweise das Gros des Nationalelfkaders. Bis 1978 standen mit zwei Ausnahmen stets zwischen fĂŒnf und acht Reimserinnen fĂŒr Frankreich auf dem Platz, bei einem Spiel gegen Belgien 1976 sogar zehn.cite-ref-114[114] Zu den bekanntesten Spielerinnen jener Zeit zĂ€hlen Ălisabeth Loisel, die spĂ€ter auch französische Nationaltrainerin wurde, Maryse Lesieur, Marie-Bernadette Thomas, Isabelle Musset und die Torfrau Marie-Louise Butzig. Ab Mitte der 1980er Jahre nur noch zweitklassig â wĂ€hrend der Saison 1985/86 hatte der Verein seine Frauschaft aus dem Erstligabetrieb zurĂŒckgezogen â,cite-ref-115[115] grĂŒndeten die Spielerinnen den FCF Reims neu.cite-ref-gregbout157-110-1[110]
Im FrĂŒhjahr 2018 kam der Spielfilm Comme des garçons (âWie die Jungsâ) in die französischen LichtspielhĂ€user. Dieser zeichnet die Anfangsjahre des Frauenteams von Stade Reims nach.cite-ref-116[116]
Seit 2014: RĂŒckkehr des FrauenfuĂballs
Statistiken zum saisonweisen Abschneiden der Frauen in jĂŒngerer Zeit auf der Artikel-Unterseite.
Der Verein verfĂŒgte ab 1986 nicht mehr ĂŒber eine FrauenfuĂballabteilung, hat sie allerdings 2014 â sicher auch unter dem Eindruck, dass die FFF seit Anfang des Jahrzehnts die âFeminisierung des französischen FuĂballsâ aktiv vorantreibt â wieder eingerichtet. Ihr erstes Pflichtspiel gewannen die von Ex-Profi Florent Ghisolfi trainierten Reimserinnen anlĂ€sslich eines Pokalspiels im September 2014 bei Olympique Saint-Memmie mit 5:0.cite-ref-117[117] Die Meisterschaft der Division dâHonneur Champagne-Ardenne schlossen die Frauen mit der makellosen Bilanz von 14 Siegen in ebenso vielen Spielen und einem TorverhĂ€ltnis von 100:4 ab,cite-ref-118[118] womit sie sich fĂŒr die Aufstiegsrunde (Championnat InterrĂ©gional) zur Division 2 FĂ©minine qualifiziert hatten. Darin setzten sie sich ebenfalls durch und traten 2015/16 zweitklassig an. Diese Spielzeit, an deren Ende die Teilnehmerzahl der D2F von 36 auf 24 Frauschaften reduziert wurde, schlossen die Rot-WeiĂen ebenso als Gruppen-FĂŒnfte ab wie in der folgenden Saison 2016/17. Nachdem sie ein Jahr spĂ€ter Zweite ihrer Gruppe geworden waren, stiegen sie unter Trainerin Amandine Miquel 2019 mit 14 Punkten Vorsprung als unangefochtene Gruppensiegerinnen und zugleich Zweitligameisterinnen in die Division 1 FĂ©minine auf.cite-ref-119[119] Am Ende ihrer ersten Spielzeit im âfuĂballerischen Oberhausâ belegten Reimsâ Frauen den achten Tabellenplatz, ein Jahr darauf schlossen sie sogar als Sechstplatzierte ab und fanden sich auch in den folgenden beiden Spielzeiten jeweils auf einem Rang im gesicherten Mittelfeld wieder. 2023/24 beendeten sie die Saison sogar als Viertplatzierte. AnschlieĂend kam es zum Weggang der langjĂ€hrigen Trainerin Amandine Miquel, mit der auch eine Reihe von Stammspielerinnen den Verein verlieĂ; dieser Aderlass betraf alle Mannschaftsteile, reichte von Torfrau Kinga Szemik ĂŒber Rofiat Imuran, Oluwatosin Demehin, Jade Rastocle, Lou-Ann Joly und CharlĂšne Meyong hin zu den beiden Angreiferinnen NoĂ©mie Mouchon und Shana Chossenotte, die nicht adĂ€quat ersetzt wurden. Zwölf Monate spĂ€ter folgte der Abstieg in die zweite Liga, nachdem das Team am letzten Spieltag in einem echten âAbstiegsfinaleâ bei Racing Strasbourg, in dem den Reimserinnen ein Unentschieden zum Klassenerhalt gereicht hĂ€tte, in der 6. Minute der Nachspielzeit den Treffer zum 1:2 hinnehmen musste.
Literatur
Zur Geschichte des Vereins
⹠Marc Barreaud/Alain Colzy: Les géants du Stade de Reims. Euromedia, Douzy 2012, ISBN 979-10-90217-07-2
âą Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, CrĂ©teil 1999 â Band 2 (MuâW), ISBN 2-913146-02-3
⹠Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, GenÚve 1978
âą Pascal GrĂ©goire-Boutreau/Tony Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin. Cahiers intempestifs, Saint-Ătienne 2001, ISBN 2-911698-21-5
âą Hardy GrĂŒne: EnzyklopĂ€die der europĂ€ischen FuĂballvereine. Die Erstliga-Mannschaften Europas seit 1885. AGON, Kassel 1992, 2002ÂČ, ISBN 3-89784-163-0 (allerdings bezĂŒglich frĂŒher Daten nicht fehlerfrei)
⹠Michel Hubert/Jacques Pernet: Stade de Reims. Sa légende. Atelier Graphique, Reims 1992, ISBN 2-9506272-2-6
âą L'Ăquipe (Hrsg.): Stade de Reims. Un club Ă la Une. L'Ăquipe, Issy-les-Moulineaux 2006, ISBN 2-915535-41-8 (Kassette mit 20 Faksimiles historischer Titelseiten und einem Begleitband)
âą Lucien PerpĂšre/Victor Sinet/Louis Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims. Alphabet Cube, Reims 1981
âą Jacques und Thomas Poncelet: Supporters du Stade de Reims 1935â2005. Eigenverlag, Reims 2005, ISBN 2-9525704-0-X
âą Olaf Wuttke: Stade de Reims, in: Hardy GrĂŒne (Hrsg.): Zeitspiel-Legenden. FuĂballvereine. Band 2, Zeitspiel, Hannover 2021, ISBN 978-3-96736-007-3
Biographien einzelner Spieler
⹠Just Fontaine: Reprise de volée. Solar, o. O. 1970
⹠Just Fontaine (u.M.v. Jean-Pierre Bonenfant): Mes 13 vérités sur le foot. Solar, Paris 2006, ISBN 2-263-04107-9
⹠Michel Hidalgo (u.M.v. Patrice Burchkalter): Le temps des bleus. Mémoires. Jacob-Duvernet, Paris 2007, ISBN 978-2-84724-146-4
âą Raymond Kopa: Mes matches et ma vie. Ăd. Pierre Horay, Paris 1958
⹠Raymond Kopa (u.M.v. Paul Katz): Mon football. Calmann-Lévy, Paris 1972
âą Raymond Kopa (u.M.v. Patrice Burchkalter): Kopa. Jacob-Duvernet, Paris 2006, ISBN 2-84724-107-8
âą Marc Barreaud: Roger Marche. Un sanglier, un champion, un mythe. Euromedia, Douzy 2011, ISBN 979-10-90217-04-1
âą Nathalie Milion: Piantoni â Roger-la-Classe. La NuĂ©e Bleue/Ăd. de l'Est, Nancy 2003, ISBN 2-7165-0602-7
Gesamtdarstellungen
âą Hubert Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France. Alan Sutton, Saint-Cyr-sur-Loire 2002, ISBN 2-84253-762-9
âą Pierre Delaunay/Jacques de Ryswick/Jean Cornu: 100 ans de football en France. Atlas, Paris 1982, 1983ÂČ, ISBN 2-7312-0108-8
âą David Goldblatt: The ball is round. A global history of football. Viking/Penguin, London 2006, ISBN 0-670-91480-0
âą LâĂquipe/GĂ©rard EjnĂšs: La belle histoire. LâĂ©quipe de France de football. LâĂquipe, Issy-les-Moulineaux 2004, ISBN 2-9519605-3-0
âą LâĂquipe/GĂ©rard EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe. LâĂquipe, Issy-les-Moulineaux 2005, ISBN 2-9519605-9-X
âą LâĂquipe/GĂ©rard EjnĂšs: Coupe de France. La folle Ă©popĂ©e. LâĂquipe, Issy-les-Moulineaux 2007, ISBN 978-2-915535-62-4
âą Laurence Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle. LâHarmattan, Paris 2003, ISBN 2-7475-4730-2
âą Jean-Philippe Rethacker/Jacques Thibert: La fabuleuse histoire du football. Minerva, GenĂšve 1996, 2003ÂČ, ISBN 978-2-8307-0661-1
⹠Alfred Wahl: Les archives du football. Sport et société en France (1880-1980). Gallimard, o. O. 1989, ISBN 2-07-071603-1
⹠Alfred Wahl/Pierre Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des années trente à nos jours. Hachette, Paris 1995, ISBN 2-01-235098-4
âą Matthias Weinrich: Der Europapokal. 1955 bis 1974. AGON, Kassel o. J. [2007], ISBN 978-3-89784-252-6
Filmdokumentationen
⹠Olivier Hennegrave: Le Stade de Reims. Une odyssée en rouge et blanc. (DVD, 2011)
⹠Jules-César Muracciole: Allez le Stade. 1950-1962, une passion Rémoise. (DVD, 2005)
âą Jules-CĂ©sar Muracciole: Batteux, lâhomme du match. (DVD, 2005)
âą Tony Verbicaro: 1956â2006. Real Madrid, Stade de Reims et Ligue des Champions. (DVD, 2006)
Weblinks
Commons
: Stade Reims
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⹠Offizielle Vereinswebsite (auf Französisch)
⹠Offizielle Webseite der Frauenabteilung (auf Französisch)
⹠Bisherige (bis 2010) und neue Website der Ehemaligen-Vereinigung von Stade Reims (beide auf Französisch)
âą Patrimoine51, private Seite mit etlichen Fotos von ehemaligen Spielern, dem alten Stadion und anderen ErinnerungsstĂŒcken (auf Französisch)
Einzelnachweise und Anmerkungen
cite-note-11. â so beispielsweise Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 51; Hidalgo: Le temps des bleus. MĂ©moires., 2007, S. 37; Fontaine: Mes 13 vĂ©ritĂ©s sur le foot., 2006, S. 74; Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 170; Weinrich: Der Europapokal. 1955 bis 1974., o. J., S. 15 und 58; Hardy GrĂŒne: WeltfuĂball EnzyklopĂ€die. Europa & Asien. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-576-1, S. 99
cite-note-22. â In manchen französischen Veröffentlichungen steht Stade sogar noch einen Rang höher, weil dort die Ligabilanz des FC Toulouse in zwei Abschnitte â vor bzw. nach dessen Konkurs (1967) â aufgeteilt wird; dagegen aber beispielsweise Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 211.
cite-note-33. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 9
cite-note-44. â Wahl: Les archives du football. Sport et sociĂ©tĂ© en France (1880â1980)., 1989, S. 189ff.
cite-note-55. â Siehe den Artikel von SĂ©bastien Moreau, âFootball et champagneâ, auf der Seite von WeAreFootball. Moreau weist auch darauf hin, dass dieser VorgĂ€nger von Stade Reims bisher kaum im Blick der Vereinsgeschichte steht.
cite-note-66. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 9ff.
cite-note-77. â siehe auch Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 33â41; Wahl: Les archives du football. Sport et sociĂ©tĂ© en France (1880-1980)., 1989, S. 249f.
cite-note-88. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 12â14 und 16
cite-note-99. â Hubert/Pernet: Stade de Reims. Sa lĂ©gende., 1992, S. 19
cite-note-1010. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 15
cite-note-1111. â siehe den Artikel âDiese bedeutenden TorjĂ€ger, die Stade de Reims ausgemacht habenâ (Memento vom 20. Dezember 2014 im Internet Archive) vom 26. MĂ€rz 2012 bei lunion.com
cite-note-1212. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 17â19; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 15 und 18
cite-note-1313. â Barreaud/Colzy: Les gĂ©ants du Stade de Reims., 2012, S. 15
cite-note-1414. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 32f.; PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 50
cite-note-1515. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 63; Germains Rolle auch bei Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 171
cite-note-1616. â Platzek ĂŒberlebte spĂ€ter eine Gestapo-Haft und kehrte nach Kriegsende nach Ăsterreich zurĂŒck. â siehe David Forster/Georg Spitaler: Die FuĂballmeister. Lebenswege der Hakoah-Spieler der Zwischenkriegszeit., in Susanne Helene Betz/Monika Löscher/Pia Schölnberger (Hrsg.): â⊠mehr als ein Sportvereinâ. 100 Jahre Hakoah Wien 1909â2009. Studienverlag, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7065-4683-6, S. 119â121. PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 47f. und 52, erwĂ€hnen Platzek zwar auch, beziehen sich dabei aber ausschlieĂlich auf die Beteiligung des MittellĂ€ufers an Stades Aufstieg im Sommer 1939.
cite-note-1717. â Delaunay/de Ryswick/Cornu: 100 ans de football en France., 1983, S. 175; Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 342. Der Verband wollte ursprĂŒnglich nur die nach Saisonabschluss 1938/39 qualifizierten Mannschaften aufnehmen; aufgrund von Fusionen (Lille/Fives, Roubaix) und durch eine Aufstockung der D1 wurden 1945 zusĂ€tzlich Stade Reims, Girondins AS du Port und Lyon OU erstklassig.
cite-note-1818. â Germain und Canard, zwei âSandkastenfreundeâ aus Ludes-le-Coquet und geschĂ€ftlich erfolgreich in der Champagnerbranche, bildeten von 1945 bis 1953, als Ersterer PrĂ€sident des Gesamtvereins wurde, eine Doppelspitze. â Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 54; Hubert/Pernet: Stade de Reims. Sa lĂ©gende., 1992, S. 30 und 52
cite-note-1919. â Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 66
cite-note-2020. â Delaunay/de Ryswick/Cornu: 100 ans de football en France., 1983, S. 199
cite-note-2121. â LâĂquipe vom 24. Juni 1955, S. 1, faksimiliert in LâĂquipe: Stade de Reims. Un club Ă la Une., 2006; PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 101; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 75f.; Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 249; Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 54
cite-note-2222. â Weinrich: Der Europapokal. 1955 bis 1974., o. J., S. 11; Ă€hnlich Klaus Leger: So wie einst Real Madrid. Die Geschichte des Europapokals 1955â1964. AGON, Kassel o. J. [2003], ISBN 3-89784-211-4, S. 21
cite-note-2323. â LâĂquipe/EjnĂšs: Coupe de France. La folle Ă©popĂ©e., 2007, S. 209â213; Delaunay/de Ryswick/Cornu: 100 ans de football en France., 1983, S. 216f.; Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 68; Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 274f.; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 89â92; auch noch Jahrzehnte spĂ€ter im Artikel âIl y a des clubs mythiques et d'autres qui ne le sont pasâ in France Football vom 15. Mai 2012, S. 23
cite-note-2424. â Football 59. LâĂquipe, Paris 1958, S. 14
cite-note-2525. â Aufmacher der lâĂquipe vom 21. Mai 1962, Titelseiten-Faksimile in LâĂquipe: Stade de Reims. Un club Ă la Une., 2006
cite-note-2626. â Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 331f.; Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 78; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 288/289
cite-note-2727. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 124f.; Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 168f.; LâĂquipe: Stade de Reims. Un club Ă la Une., 2006, Begleitband S. 12. Hingegen erklĂ€ren Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 347, diese Entlassung damit, dass eine Mehrheit der VereinsfunktionĂ€re PrĂ€sident Germain dazu nötigte, weil Batteux in ihren Augen âzu unabhĂ€ngigâ agierte und auf europĂ€ischer Ebene ins MittelmaĂ zurĂŒckgefallen sei (Ă€hnlich auch Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 73, und Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 80). Batteux arbeitete anschlieĂend weiterhin erfolgreich â insbesondere bei der AS Saint-Ătienne â und wurde 1970 erster französischer Trainer des Jahres.
cite-note-2828. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 70
cite-note-2929. â So auch noch im 21. Jahrhundert France Football vom 1. MĂ€rz 2011, S. 28; nach MĂ©ano sind eine TribĂŒne in Reims und seit 2003 das Stadion seines Geburtsortes benannt.
cite-note-3030. â zuletzt wieder im Artikel Les Top 50 des joueurs bretons. in France Football, Heft 3550 vom 29. April 2014, S. 32
cite-note-3131. â Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 276f.
cite-note-3232. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 62; Denis Chaumier: Les Bleus. Tous les joueurs de l'Ă©quipe de France de 1904 Ă nos jours. Larousse, o. O. 2004, ISBN 2-03-505420-6, S. 206. Die Bezeichnung Marches als âWildschweinâ rĂŒhrt daher, dass es das Wappentier seiner Heimatregion ist, der er sein Leben lang verbunden blieb.
cite-note-3333. â Laut Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 347, begrĂŒndete der Verband diese Entscheidung mit der âillustren Reimser Vergangenheitâ; Ajaccio blieb dann aber auch noch in der höchsten Liga, weil sich der FC Rouen kurzfristig zurĂŒckzog.
cite-note-3434. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 143
cite-note-3535. â GrĂŒne: EnzyklopĂ€die der europĂ€ischen FuĂballvereine. Die Erstliga-Mannschaften Europas seit 1885., 2002, S. 157
cite-note-3636. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 175f.; laut Hardy GrĂŒne: WeltfuĂball EnzyklopĂ€die. Europa & Asien. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-576-1, S. 99, betrugen Stades Schulden sogar 6 Mio. FF.
cite-note-3737. â nach der Vereinsseite (Memento vom 11. MĂ€rz 2012 im Internet Archive), dort im Kapitel â1991â2002 Retour de l'enferâ
cite-note-3838. â Artikel âEin Reimser Derby wie in der guten alten Zeit der 90er Jahreâ vom 15. Dezember 2021 bei rmcsport.bfmtv.com
cite-note-3939. â Abbildung des verbotenen Logos siehe hier; bis zu seiner (RĂŒck-)Umbenennung 1999 fĂŒhrte Stade daraufhin ĂŒberhaupt kein Vereinswappen. Der vollstĂ€ndige Gesetzestext findet sich bei Legifrance (auf Französisch).
cite-note-4040. â L'Ăquipe: Stade de Reims. Un club Ă la Une., 2006, Begleitband S. 13; Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 350f.
cite-note-4141. â Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 351; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 232/233
cite-note-4242. â LâĂquipe/EjnĂšs: Coupe de France. La folle Ă©popĂ©e., 2007, S. 418
cite-note-4343. â Zuschauerzahlen der Spiele gegen Lens (5. Dezember 2008) bzw. Sedan (10. Mai 2011), beide bei lfp.fr, und gegen Nizza (1. MĂ€rz 2011) bei francefootball.fr (Memento vom 12. MĂ€rz 2011 im Internet Archive)
cite-note-4444. â nach dem Spieldatenblatt bei lfp.fr
cite-note-4545. â nach dieser AnkĂŒndigung vom 17. Mai 2012 bei France Football
cite-note-4747. â siehe die DVD Real Madrid, Stade de Reims et Ligue des Champions (einschlieĂlich zahlreicher Spielausschnitte)
cite-note-4848. â Artikel âVoir Madrid et rajeunirâ, in France Football vom 23. August 2016, S. 28/29
cite-note-4949. â Moritz Ansorge: Der FuĂball-Markt in Deutschland und Frankreich. Ein sportökonomischer Vergleich zwischen Bundesliga und Ligue 1 unter BerĂŒcksichtigung der landesspezifischen Sportorganisation. Magisterarbeit an der Georg-August-UniversitĂ€t Göttingen, 2009, S. 49f. (hier als PDF abrufbar)
cite-note-5050. â Bilanz auf der Seite des Ligaverbands LFP (PDF; 2,1 MB), dort auf S. 74/75
cite-note-5151. â siehe die Webseite der Groupe Caillot
cite-note-5252. â France Football vom 1. MĂ€rz 2011, S. 28f.
cite-note-5353. â siehe das Organigramm auf der Seite des französischen Ligaverbands
cite-note-5454. â Artikel âReims â Mise Ă jour rĂ©ussieâ in France Football vom 6. Februar 2018, S. 34/35
cite-note-4defis-5555. â Artikel âReims â quatre dĂ©fis pour enfin durerâ in France Football vom 24. April 2018, hier S. 36
cite-note-5656. â Artikel âLa Gauloise, Partnerklub bis 2022â vom 29. Januar 2020 bei stade-de-reims.com
cite-note-5757. â Stade Reims - Vereinsprofil. Abgerufen am 6. Januar 2026.
cite-note-5858. â Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 342
cite-note-5959. â Poncelet/Poncelet: Supporters du Stade de Reims 1935â2005., 2005, S. 13â25 und 64
cite-note-6060. â Marion Fontaine: Le Racing Club de Lens et les « Gueules Noires ». Essai dâhistoire sociale. Les Indes savantes, Paris 2010, ISBN 978-2-84654-248-7, S. 179
cite-note-6161. â Hubert/Pernet: Stade de Reims. Sa lĂ©gende., 1992, S. 63; Poncelet/Poncelet: Supporters du Stade de Reims 1935â2005., 2005, S. 44, 84, 87 und 93
cite-note-6262. â Poncelet/Poncelet: Supporters du Stade de Reims 1935â2005., 2005, S. 148
cite-note-6363. â siehe die Vereins- (Memento vom 23. Juli 2010 im Internet Archive) sowie die Webseiten des Groupement Officiel des Supporters du Stade de Reims, von Ultrem und KOP Mythique.
cite-note-6464. â Siehe den Bericht âSedanâReims, AuswĂ€rtsspiel in Dudulienâ (Memento vom 29. April 2011 im Internet Archive) auf der Seite der Ultrem ur95.com, abgerufen am 7. September 2022; die dortige Bezeichnung Sedans als Dudulie rekurriert auf die Tatsache, dass Sedaner Fans schon beim ersten Pokalsieg des Vereins (1956) eine lebende Bache namens Dudule, seit 1970 deren Wappentier, in das Endspielstadion mitgebracht hatten â L'Ăquipe/EjnĂšs: Coupe de France. La folle Ă©popĂ©e., 2007, S. 294.
cite-note-6565. â Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 33; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 5; Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 148
cite-note-6666. â nach Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, der genau diesen Konkurrenten jeweils auch ein eigenes Kapitel widmet
cite-note-6767. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 115; LâĂquipe/EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe., 2005, S. 309
cite-note-6868. â Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 225/226 und 228; PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 94; LâĂquipe/EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe., 2005, S. 309
cite-note-6969. â Kopa: Kopa., 2006, S. 73/74; Ă€hnlich auch L'Ăquipe/EjnĂšs: La belle histoire. LâĂ©quipe de France de football., 2004, S. 80; Fontaine: Mes 13 vĂ©ritĂ©s sur le foot., 2006: Le temps des bleus. MĂ©moires., S. 73
cite-note-7070. â Goldblatt: The ball is round. A global history of football., 2006, S. 418
cite-note-7171. â Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 58f.; Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 228
cite-note-7272. â âLigue 1 â les 50 meilleurs entraĂźneurs de lâhistoireâ, France Football Nr. 3508 vom 2. Juli 2013, S. 32â38
cite-note-7373. â Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 227f. und 277
cite-note-7474. â Pierre Perchat (1904â1962) war schon in der SSPP aktiv und wurde 1931 Mitglied der FuĂball-Abteilungsleitung von Stade Reims. â Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 55f.; Hubert/Pernet: Stade de Reims. Sa lĂ©gende., 1992, S. 45â47; PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 19 und 94; Jean Riverain/Claude Quesniaux: Kopa, Coppi⊠et autres champions. G. P., Paris 1961, S. 31f.
cite-note-7575. â Vgl. hierzu die Untersuchung der âAufsteigermentalitĂ€tâ von FuĂballern aus dem nordfranzösischen Kohlebergbau in Marion Fontaine: Le Racing Club de Lens et les « Gueules Noires ». Essai dâhistoire sociale. Les Indes savantes, Paris 2010, ISBN 978-2-84654-248-7; Goldblatt: The ball is round. A global history of football., 2006, S. 405 und 419; Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 114, die diese Aufstiegsmöglichkeit zugleich aber als âMythosâ bezeichnen (S. 117/118).
cite-note-7676. â Kopa: Mon football., 1972, S. 8
cite-note-7777. â Kopa: Kopa., 2006, S. 70ff.; Hidalgo: Le temps des bleus. MĂ©moires., 2007, S. 38f.; Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 159f.
cite-note-7878. â Piantoni in Hubert/Pernet: Stade de Reims. Sa lĂ©gende., 1992, S. 85; Fontaine in Fontaine: Reprise de volĂ©e., 1970, S. 77
cite-note-7979. â Beaudet: Le Championnat et ses champions. 70 ans de Football en France., 2002, S. 45f.
cite-note-8080. â Hidalgo: Le temps des bleus. MĂ©moires., 2007, S. 38, beschreibt seinen Wechsel von Le Havre nach Reims (1954) als âĂbergang in eine andere Dimension â die Spieler werden besser bezahlt, die meisten besitzen ein Auto, manche lassen sich sogar eine individuelle Ausstattung dafĂŒr zusammenstellenâ. Auch er betont jedoch zugleich den âsozialen Zusammenhalt [und] den familiĂ€ren Umgangâ im Verein.
cite-note-8181. â Vgl. die detaillierte Darstellung der Einkommensentwicklung im französischen FuĂball der anderthalb Nachkriegsjahrzehnte bei Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 139â144, zu Penverne insbesondere S. 143f.
cite-note-8282. â Hans Blickensdörfer: Ein Ball fliegt um die Welt. Union, Stuttgart 1965, 1969Âł, S. 173
cite-note-8383. â Kopa: Kopa., 2006, S. 181ff.
cite-note-8484. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 71
cite-note-8585. â Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 154â156
cite-note-8686. â Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 157f.; drei Spieler besaĂen sogar ein zweites berufliches Standbein.
cite-note-8787. â Wahl/Lanfranchi: Les footballeurs professionnels des annĂ©es trente Ă nos jours., 1995, S. 181ff.
cite-note-8888. â L'Ăquipe/EjnĂšs: La belle histoire. LâĂ©quipe de France de football., 2004, S. 308ff. (spielweise), und 382/383 (vereinsweise zusammengefasste Ăbersicht); Denis Chaumier: Les Bleus. Tous les joueurs de l'Ă©quipe de France de 1904 Ă nos jours. Larousse, o. O. 2004, ISBN 2-03-505420-6 (nach Spielern sortiert)
cite-note-8989. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 243
cite-note-9090. â siehe diesen Artikel (Memento vom 14. Oktober 2007 im Internet Archive) auf FIFA.com
cite-note-9191. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 117; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 242/243, ĂŒberschreiben das entsprechende Kapitel âSehr rot-weiĂe Blaueâ; in LâĂquipe: Stade de Reims. Un club Ă la Une., 2006, Begleitband S. 11, wird dies mit den Worten âDie Mannschaften von Reims und Frankreich sind einsâ formuliert; bei GrĂŒne: EnzyklopĂ€die der europĂ€ischen FuĂballvereine. Die Erstliga-Mannschaften Europas seit 1885., 2002, S. 147, ist von der âKernmannschaft jener französischen Nationalelfâ die Rede.
cite-note-9292. â Einwohnerentwicklung der Stadt Reims nach Cassini/EHESS
cite-note-9393. â Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 115
cite-note-9494. â Alle Zahlen dieses Abschnitts und in der ausgelagerten Zuschauertabelle nach den Angaben bei GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, ab S. 252.
cite-note-9595. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 75
cite-note-9696. â Milion: Piantoni â Roger-la-Classe., 2003, S. 155
cite-note-9797. â Laut PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 103, sollen gegen Aarhus 8.400, laut Weinrich: Der Europapokal. 1955 bis 1974., o. J., S. 8, und LâĂquipe/EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe., 2005, S. 304, hingegen sogar weniger als 6.000 Zuschauer im Stadion gewesen sein.
cite-note-9898. â LâĂquipe/EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe., 2005, S. 303; PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 101f.; Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 345
cite-note-9999. â LâĂquipe/EjnĂšs: 50 ans de Coupes d'Europe., 2005, S. 304â308
cite-note-100100. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 115; Hidalgo: Le temps des bleus. MĂ©moires., 2007, S. 45
cite-note-101101. â Rethacker/Thibert: La fabuleuse histoire du football., 2003, S. 260
cite-note-102102. â Hidalgo: Le temps des bleus. MĂ©moires., 2007, S. 38
cite-note-103103. â Football 58. LâĂquipe, Paris 1957, S. 5; Cornu: Les grandes Ă©quipes françaises de football., 1978, S. 68
cite-note-104104. â Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français., 1999, S. 348
cite-note-105105. â Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle., 2003, S. 87f.
cite-note-106106. â Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle., 2003, S. 217
cite-note-107107. â Hubert Artus: Girl Power. 150 ans de football au fĂ©minin. Calmann-LĂ©vy, Paris 2022, ISBN 978-2-7021-8421-9, S. 53
cite-note-108108. â Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle., 2003, S. 190â193 und 197; danach fand dieser Beitritt der Frauen im Januar 1970, laut GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 156, bereits im November 1969 statt. Siehe auch den ausfĂŒhrlichen Artikel âStade Reims vor 40 Jahren erster französischer Meisterâ vom 30. Juli 2015 bei footofeminin.fr.
cite-note-109109. â Artikel âUn Stade de Reims en demi-teinteâ in Le football au fĂ©minin, No. 1, Ăd. NouveautĂ©, Paris 1983, S. 14/15; TrainerzustĂ€ndigkeiten auf S. 35.
cite-note-gregbout157-110110. â GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 157
cite-note-111111. â Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle., 2003, S. 230f.; ein Foto des 1975er Meisterkaders findet sich bei GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 158/159.
cite-note-112112. â PerpĂšre/Sinet/Tanguy: Reims de nos amours. 1931/1981 â 50 ans de Stade de Reims., 1981, S. 180; GrĂ©goire-Boutreau/Verbicaro: Stade de Reims â une histoire sans fin., 2001, S. 157
cite-note-113113. â Prudhomme-Poncet: Histoire du football fĂ©minin au XXe siĂšcle., 2003, S. 235
cite-note-114114. â Französische Aufstellung bei diesem Spiel auf der Seite der FFF
cite-note-115115. â siehe die Saisonangaben 1985/86 (Stade Reims in Gruppe G) bei rsssf.org
cite-note-116116. â Artikel âReimsâ weibliche Pioniere als Quelle der Inspiration des Films âComme des garçonsââ vom 25. April 2018 bei footofeminin.fr
cite-note-117117. â Spielbericht vom 17. September 2014 bei footofeminin.fr
cite-note-118118. â siehe die Tabelle der DH 2014/15 (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) auf der Seite des französischen Verbands
cite-note-119119. â Artikel âReims und Le Havre enden in Schönheit, die Reimserinnen als Meisterâ vom 29. April 2019 bei footofeminin.fr